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Thema: Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh (8162-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Obwohl Jonas im ehemaligen Deutschland geboren wurde, hat dieses Land wie viele andere eine starke Veränderung durchgemacht.
Um die Jahrtausendwende vereinigten sich die Staaten Europas zu den VSE (Vereinigte Staaten von Europa). Innerhalb der VSE wurde als einheitliches Zahlungsmittel der Euro eingeführt. 
Auch andere Staaten schlossen sich zusammen: die meisten Staaten Afrikas zur KDW (Konglomerat dritte Welt Staaten) und die asiatischen Staaten zu UDV (Union der Volksrepubliken).
Jonas lebt in Babylon, der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Europa.

Mich erinert die ganze Atmosphäre stark an den Film "Blade Runner", eben eine gute Mischung aus Science Fiction und dem klassischen Film Noir.
Interessant finde ich auch das Michael Koser bereits 1984 an ein mögliches einheitliches Zahlungsmittel inerhalb Europas mit dem Namen Euro gedacht hat.
:5jahre:
"...and that´s the bottom line, ´cause VK said so!"

Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #1
Echt ist die schon so alt? Ich dachte, dass die ganz neu wäre wegen dem Euro!

Das finde ich echt interessant... Aber in 7 Jahren ist es bestimmt nicht schon so, dass sich alle Staaten vereinigt haben!!!
Errare humanum est! - Irren ist menschlich!---Aus "Die drei Fragezeichen ...und der Superpapagei (Folge1)"

Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #2
Hier können wir über die Welt des letzten Detektivs diskutieren. Wie sagt der Bayerische Rundfunk so schön: Die Welt des letzten Detektivs ist unserer Welt in vielem ähnlich - und in vielem anders als sie. Größer. Technischer. Elektronischer. Komplizierter. Atmosphärisch grauer. Heruntergekommener. Vielleicht ist die Welt des letzten Detektivs die letzte Welt.
[size=24]Jonas (Der letzte Detektiv) -
Die beste Krimiserie aller Zeiten!!!
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Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #3
Babylon

"Es wurde ruhig. Um uns lag Babylon. Babylon, die große Stadt. Unermeßlich. Unerschütterlich. Unbeeindruckt." (aus Euroblues)

Es gibt zwar bereits einen Stadtplan von Babylon, und das schon zu einer Zeit, als es noch kaum Internetseiten gab, und der selbstverständlich sehr gut gemacht ist, und der uns auch einen guten Überblick über Babylon geben kann, aber wie es eben so ist, läßt sich aufgrund "unzureichender Daten" die genaue Position von einigen Orten nicht ganz exakt klären. Allerdings lassen sich die Orte, Plätze, Straßen und Häuser, die für Jonas und Sam in Babylon eine Rolle spielen, einigermaßen genau in Stadtteile einteilen. Das alles ist natürlich nur eine grobe Orientierung und vielleicht auch nicht immer ganz vollständig und richtig. Aber wenn ihr mir helft, können wir damit ein noch genaueres Bild von Babylon und Umgebung bekommen. Die Liste darf selbstverständlich gerne kopiert und weiterverarbeitet werden. Jeder von uns interessiert sich für den letzten Detektiv, und das wahrscheinlich nicht erst seit der letzten Wiederholung, und deshalb brauchen wir auch nicht so zu tun, als ob die anderen uns nichts angehen, sondern, und ich glaube, daß ich da für alle spreche, wir wollen, daß wir über den letzten Detektiv so umfassend wie möglich informiert werden, zumal es immer Sachen gibt, die wir bisher noch nicht wußten, und daher sollten wir auch zusammenarbeiten. Die Nummern in Klammern entsprechen übrigens den Folgen, die geöffnet werden, wenn man draufklickt. Das alles ist Babylon, die große Stadt mitten in den Vereinigten Staaten von Europa. Aber Vorsicht! Ihr seid nicht allein! Wer sonst noch alles da ist, könnt ihr hier nachlesen. So, und nun viel Spaß in Babylon, wo auch immer ihr hinwollt!

Zentrum:
- Europaplatz: Zentrale Sicherheitsverwaltung* (07), (09), (15), (20), (36), Europäisches Pressebüro (07)
- Hendrik-August-Platz: CHIPS-Zentrale (31. Stock: Bigboss' Büro) (09), MULTIPHARM-Hochhaus (11)
- Ernst-August-Platz: Rathaus mit Glockenturm (19), Firma A wie Abenteuer (22), REUBA-Zentrale (36)
- SUPERMEDIA-Gebäude (mit Penthouse und dem alten SUPERMEDIA-Studiogelände) (13), (31)
- Bob-Dylan-Platz (05), Musikcenter (im 39. Stock: Büro von Musikmanagerin Lexis Scarlet) (05)
- Gebäude von Harry Hauer Industries mit Parteilokal der WORF auf dem unendlichen Flachdach (21)
- Universität Babylon (Arbeitszimmer Prof. Morell, Historisches Institut, Philosophische Fakultät) (22)
- Justizministerium und Privollzughochhaus (mit vollautomatischen Stationen für Pneumakapseln) (27)
- Hotel Pulex, Babylon C, Turmgasse 17 (eine Lücke zwischen zwei hohen Wolkenkratzern) (13)
- Bar "Night and Day", am Graben 6a (hinter der Bar eine dunkle schmale Gasse), Metrostation (13)
- Platz der Immerwährenden Hochkonjunktur: Europäische Depot- und Investmentbank (mit Keller) (17)
- Alt-Babylon (mit Kopfsteinpflaster und mittelalterlicher Stadtmauer) (Richtung Wilder Südosten) (17)
* mit Büros von Judith, Chefinspektor Brock (20. Stock), Kantine, Keller und Zugang am Ernst-August-Platz

Ostzentral:
- Büroapartment von Jonas (22 Quadratmeter) im 16. Stock (01)...
- Lino Madras Agentur für Kleindarsteller (14. Stock) (11)
- Büro von Reporterin Zora Zeitgeist (17. Stock) (16)
- Jacobs Kneipe Casablanca (gleich um die Ecke) (06)...
- Spielhölle im Hinterzimmer vom "Full House" (30)
- Praxis von Frau Dr. Simon (06)
- Zugang zu Recyclinganlagen und Biogasgeneratoren (07)
- Art-Shop (neu in der Nachbarschaft) mit hübscher Verkäuferin (08.)
- Zentralkrankenhaus mit geschlossener Abteilung und Innenhof (01), (21)
- Mox-Center (mit Schachecke im ersten Stock und illegaler Zone) (30)
- Bezirksrathaus und Amt für Freiberufler (an der Piazza Sevastopol) (31)
- Große Freitreppe an der Piazza Sevastopol (mit Kinderwagen) (31)
- Ministerium für Kultur und Museum für internationale Kulturgeschichte (10), (25)
- Van-Dusen-Platz: Psychotherapiepraxis von Frau Dr. Dr. Gloria Zapp (25)
- Professor-Sauerbier-Klinik (im Bereich van-Dusen-Platz) (33)
- Riesiger Apartmentblock in Zentralost: Apartment von Ines Sikorski (36)
- Passage unter dem Tigrisplatz (mit Läden, Büros, Notaromat und Klo) (09)
- Kaufhaus Wunderland, Tigrisplatz (mit Lichthof und Umkleidekabine) (09), (34)
- Abgebrochene Wolkenkratzer in der Tigrisstraße (05)
- Tigrisstraße 67: Bestattungsinstitut Immer & Ewig (Dr. Zirose) (05)

Osten:
Endlose Vorstädte, tote Lagerhäuser, verrammelte Häuser, finster, abweisend...
- Labor von Dr. Prosper (01)
- Hotel Tivoli, Babylon Ost, Löwengrube 28 (24)
- Kneipe "Zum Wasserloch" (33)

Östliche Vorstadt:
- McCoy-Fertigungsanlage (09)

Wilder Südosten:
Bei den Unruhen von 1996 war aus dem Büroviertel zwischen Südstadt, Reservat und Bioland der wilde Südosten geworden. Eine bizarre Landschaft aus Plastikresten und Betonruinen, aus lecken Rohrleitungen, die im Nichts endeten, aus verglühtem Asphalt und schwarzen Fensterhöhlen, aus giftgrünen Wucherungen schleimiger Schlingpflanzen. Ein Dschungel. Der größte Straßendschungel in den Vereinigten Staaten von Europa.
- Zentralfriedhof (mit Mausoleum, zentraler Leichenhalle und pathologischem Institut) (09)
- Rico Bananas Spielhölle "Club Montecito", Pol-/ Ecke Kornblutstraße, Metrostation (13)
- Vor einer Halde aus Schlacke und verschmorten Metallteilen (Amazulu/Straßensamurai) (17)
- Straßenleuchte (die vor langer Zeit ein Riese zu einem Korkenzieher verdreht hatte) (17)
- ausgebrannte und ausgeschlachtete Hülle eines Hochhauses mit Lobby (17)
- Stim-Shop "Don't Worry, Be Happy" (mit kleiner Tür auf der Rückseite sowie Untergeschoß) (17)
- Malachovsky-Platz (stillgelegte U-Bahn-Station mit Bahnsteig und Loch in der Decke) (17)
- Schirmerladen (elektronisch abgeschirmte total abhörsichere Zellen): Belsatzsarstraße 181a (20)
- Planquadrat OX I3 BQ: großer Platz zw. Giganthotel, Aquarium und Reservat (Judith † aufgefunden) (20), (25)
- Giganthotel (mit Holoprojektoren auf dem Dach, so daß die Trümmerlandschaften nicht zu sehen sind) (20)
- Aquarium (geschlossen) mit Wasserbecken und Ichtyologischer Abteilung (Institut für Meeresbiologie) (20)
- ULTEX-Gruft (Ultimate Experience): schwarze Vorhänge, Spitzbogenfenster, gotisches Kirchengestühl (16)

Reservat:
Das Reservat ist ein Stadtviertel im Südosten von Babylon. Früher hieß es mal anders. Wie weiß kein Mensch mehr. Heute ist es das Reservat. Und im Reservat hausen Typen, die in der Welt draußen nicht zurechtkommen können oder wollen. Nach den Unruhen in den 90er Jahren hat man um die ganze Geschichte `ne Mauer gebaut, und `ne elektronische Schutzglocke draufgestülpt. Seitdem ist das Reservat nicht existent. Wenigstens offiziell. Die Bewohner bleiben unter sich. Es ist nicht leicht, rein oder rauszukommen, und es ist fast unmöglich, drinnen zu überleben, wenn man nicht dazugehört.
- Hochhaus am Kanal (03)
- Holzschuppen (03)
- Zombies Holostudio (03)
- Unterirdisches Benzinlager (03)
- Freakadelien (03)
- Niemandsland (03)
- Turkistan (03)
- Ehemaliger Kommandobunker der Rambo-Killerkids beim alten Funkturm (16)
- Schlupfwinkel der babylonischen Stadtguerilla im Reservat (genannt "Kleinbeirut") (20)
- Atomar verseuchter Grausektor mit Frankensteins Burg: Labor von Dr. Victor Ugarte (25)
- Die Unterwelt (mit ehemaligen Versorgungsschächten, Atomschutzsystem und Recycling-Anlagen) (32)
- Memorycenter (ein ehemaliger Supermarkt: relativ leicht zu erreichen, gleich hinter der Grenze) (33)

Südstadt:
Die Südstadt, vor einem knappen halben Jahrhundert gebaut, ist schon viermal saniert worden. Diverse Wohnungsgesellschaften haben sich gesundgestoßen, aber sonst hat sich nicht viel geändert. Immer noch dieselben Hochhäuser, die aussehen wie riesige angegraute Käsestücke.
- Apartments von Adrian Delgado und Nachbarin (33. Straße), Lichthof (01)
- Laden eines Bestattungsunternehmers, Telefonzelle (01)
- Wohnung von Derrick Kracau (29. Straße) (01)
- Polizeidirektion Südstadt (01)
- Cubiks von Dieter Dalles und Ophelia (22)
- Große Ausfallstraße 2271: Wohnung von Lisa Polonius (28.)
- leere Altersheime (28.)
- Wohnungen von Valerie sowie Kevin und Ramona Klein (Straße 130) (29)

Südlicher/südöstlicher Stadtrand:
- Bioland mit Forsthaus und Tannenklinik (16)
- Ausstellungsgelände mit Emanuel-Wichtig-Halle (34)
- REUBA-Truckstation mit Fitnesscenter (36)

Süd-/Westzentral:
- Wohnung von Carla Hinkelstein, Lemstraße 92 (07)
- Strugazki-Platz (U-Bahn-Station) (08.)
- Dipsomat "Armer Schlucker": Lem-/Ecke Strugazkistraße (09), (20)
- Trödlerladen mit Humphrey-Bogart-Postkarte im Schaufenster (15)
- Ausstellung im Haus der iberoamerikanischen Kultur (mit Zugang zum Atomschutzsystem) (15)
- Wohnung und Badezimmer von Karen Heller (mit einer richtigen Badewanne) (21)
- Bestattungsinstitut Moroni (Zentrale des Geheimen Geheimdienstes GGD) (24)
- Öffentliche Bedürfnisanstalt in der 71. Straße (Zentrale des GGGD, Tür zum Abwasserkanal) (24)
- Camelot-Tower mit Burgschänke (Sitz von CamelotFashions) (34)
- Oxy-Bar "Unter Uns" (Luft aus edlen Designer-Behältern) (34)
- Multimediashop mit Holoschirmen im Schaufenster, Metroeingang (36)

Südwestbabylon:
Im schicken Südwesten von Babylon, da wo es vor 20 Jahren noch echte Bäume gegeben hatte, stehen heute ein paar Luxus-Wohntempel herum.
- Penthouse von Tutti Paletti, Telefonzelle (05)
- Restaurant Escargot (mit menschlichem Oberkellner) (04)
- Freak-Out (Aufmachung für Freaks) (am Markgrafenboulevard) (03)
- Bar "After Eight" am oberen Markgrafenboulevard (Besitzer: Archimedes Guttapercha) (04)
- Darling Belindas Sicherheitsdienst "Safety First" am Markgrafenboulevard (21)
- Lokal Drittwelt (Erlebnisgastronomie mit Pfiff) (neben dem Park) (26)
- Haus von Albin Krug mit Spezialambiente tief unter dem Haus (26)
- Joanas (alte) Galerie "Picassos Pinsel" in der Palmettostraße (26)
- Joanas (neue) Galerie "Ars Nova" am Markgrafenboulevard (26)
- Druidisch-kosmologische Kirche (in einer Nebenstraße des Markgrafenboulevard) (28.)
- Omas Kinderstube (am unteren Ende vom Markgrafenboulevard) (29)
- Exklusive Villa von Professor h.c. Dr. Fraktal C. Mandelbrot (30)
- Parnassis-Gebäude (am nördlichen Ende des Markgrafenboulevard) (37)
- Themenhotel Metropole mit Tiefgarage (historisch getreuer Nachbau aus Chicago) (40)
- Racivilweg, das alte Künstlerviertel: Dachwohnung von Professor Asmus (26)
- Otmar-Alt-Allee (Otmar-Alt-Ring), Künstlerviertel: Haus von Vivian Eastwood (34)
- Wohnung von Miriam Kraus (34)

Westen/Westend:
Im Westen von Babylon wohnen die Reichen und Prominenten in olympischer Ruhe.
- Turm zu Babel mit Apartments von Linda Lorant (Nr. 813) und Nachbarin sowie Bar in der Nähe (02)
- Villa von Theo Maske (typischer Everson-Bau aus den späten 80ern mit roten Backsteinen) (03)
- Am Schwanensee: Häuser von Herrn Sesam (08.), Prof. Morell (22), Coburg (29), Yacht (33)
- Nebeneinanderliegende Reihenhäuser von Oberst Frank und Dr. Gödel Escherbach (10)
- Blumenthal, Tulpenstraße 90: Wohnung von Schauspielerin Paula Janssen (11)
- EURAB-Center (Europäische Raumbehörde) mit Denkmal von Dr. Werner Semmel (14)
- Kleines Lokal "Zum Astronauten" (hinten mit einer Tür mit der Aufschrift Herren) (14)
- Golden Ghetto (High Security Compound für Spitzenkräfte), Rubinweg 17: Martta Toivonen (17)
- Waldmuseum (dort kann man sich die Kiefer, die Birke und die kleine Eiche anschauen) (03)
- Romantikpark (Freiluftpark mit Klimakonverter und Holo-Projektion) (05), Oceanpark (34)
- Colloseum von Babylon, griechisch-römische Sektion mit Gladiatoren (15)

Nordwestbezirk:
- Mardukstraße 20, Mietshaus aus dem 20. Jahrhundert, im 4. Stock Wohnung von Roy Sidonia, Metrostation (07)
- Superkran Atlas (500 Meter hoch) für Reparaturen am Klimadom (31)

Nordostbezirk:
- ein mittlerer Wohnbezirk im Nordosten (27)
- HoloNetwork-Gebäude (Keller) (39)

Nördlicher Stadtrand:
- Orbidrom: Der Raketenport von Babylon für exterristiale Flüge ins Weltall (02)
- Aerodrom: Start- und Landeplatz für Flüge mit Chemorock bzw. Flieger (10), (39)

Hinter der Stadtgrenze in der Wildnis:
- Westfront-Gelände mit Mauer, Flugplatz und Torhaus (östlich von Babylon) (22)
- Vergnügungspark Wunderland mit Simulationsareal SA 7 (Schwarze Serie) (23)
- Mülldeponie Sanssouci mit Verwaltungsgebäude und unterirdischem Förderband (24)
- Strafkolonie (Gefängnisanlage) mit Schleuse und pneumatischer Röhre nach Babylon (27)
- Neue Supermedia-Studios (in der Wildnis östlich von Babylon) (39)

:arrow: Dieses Haus steht zwar nicht in Babylon, aber dennoch fangen alle Fälle von Jonas und Sam zunächst einmal hier an:

  • Zuletzt geändert: 05.05.2008 17:45:18 von Euroblues
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Die beste Krimiserie aller Zeiten!!!
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Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #4
Außerhalb von Babylon

Und außerhalb von Babylon ist folgendes zu finden:

- stillgelegte Raumstation Safari (4000 km von der Erde entfernt, Durchmesser gut 3 km) (02)
- Babelshafen: Generalkonsulat von Costaguana, Plastiface-Shop (04), Lagerhaus mit Kühlraum (15)
- Westerport bei Babelshafen: Kneipe "zum satten Sägefisch" (06), Bar vom Hotel Maritim (12)
- Swartcliff: Felseninsel im nordischen Meerbusen (Nordmeer), 10 km vor Westerport bei Babelshafen (06)
- Norwikfjord: 90 km nord-nordöstlich von Babelshaven am Rande der Grauzone (12)
- Grauzone (früher stand hier auf der Kimbrischen Halbinsel ein Atomkraftwerk) (12)
- Ärmelkanal: zwischen Dover und Calais, genau, da wo der Tunnel verläuft (12)
- Avalon (Biosphäre in der Wildnis mit einer Burg und einem echten Wald) (34)
- Eden (am Rand der Wildnis, 250 km südlich von Babylon, Druckluftbahn, E-Mobilverleih) (11)
- Asyl (20 km westlich von Eden: Campingplatz an einem mittlerweile ausgetrocknetem See) (28.)
- verlassenes Kloster Nirwana, im Niemandsland, 20 km östlich von Eden (08.)
- AgroCenter (50 km von Eden, von einer 4m hohen Mauer umgeben) (28.)
- Murnau (östlichste Stadt der VSE), General Bastiani-Festung, an der Grenzmauer (29)
- Dusenium-Mine im Niemandsland (mit Förderanlage und Förderturm) (36)
- ImPo-Stützpunkt (mit Hubschrauberlandplatz) im Niemandsland (08.)
- Karakul: Stadt in der Drittwelt, nicht weit vom Niemandsland (Moschen, Basare, krumme Gassen) (08.)
- Kusbekistan: zwischen dem Mittelländischen Meer, den Wüsten Arabiens und persischen Hochgebirge (10)
- Chamra: Hauptstadt von Kusbekistan (im Orient) (aus dem verflossenen Erdölzeitalter) (10)
- Mandschurei (hier trat die Beulenpest das letzte Mal offiziell auf, und zwar um die letzte Jahrhundertwende) (08.)
- Merdistan (Staat im Orient mit öffentlichen Massenfolterungen für seine Bürger) (18.)
- Bamballa: Hafenstadt in Sahel (Nordost-Afrika), 400 km Wüste von der Hauptstadt Kundu entfernt (18.)
- Sokoto: Stadt in Farasan (Heute eine Inselgruppe im roten Meer) (Farasan ist mit Sahel befeindet) (18.)
- Republik Solaria (Afrika): weißer Strand, grüne Palmen, Hauptstadt: Sabac: Präsidentenpalast, Aerodrom (19)
- Benadir: Eine abgelegene, felsige Bucht an der Nordküste von Solaria, die Minister Oyama gehört (19)
- Costaguana: Hauptstadt: El Dorado, La Installation (04), Puerto Porco, Regenwald, Bio-Komplex (38.)
- Raketenabschußrampe in Manaus, Amazonien, mitten in der südamerikanischen Wüste (05)
- Beagle-Kanal bei Feuerland (wo das 9. Guerillakommando von Robokillern vernichtet wurde)
- Cape Crocodil, Queensland: Startplatz für die Europäische Raumfähre "Supernova" (14)
- Palmera: Insel im Mittelmeer mit Palmera Beach Tower, Aquarium und Krematorium (35)
- Nordwest-Sizilien: Golf von Castellamare, Kongreßzentrum, Palermo (40)
- und natürlich das Traumschiff Kalispera in der schönen blauen Karibik (37)

Wenn euch da was nicht paßt, dann schreibt ihr jetzt hier sofort einen Beitrag rein!  :motz:
  • Zuletzt geändert: 02.04.2008 13:17:21 von Euroblues
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Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #5
Am besten lassen wir Jonas Babylon selbst beschreiben:

Das Zentrum:
Das Büro von Lexis Scarlet im Musikcenter:
Zitat
Jonas: Zurück ins Zentrum. Mit dem üblichen Aufenthalt. Auf dem Bob-Dylan-Platz lief eine unangemeldete Massen-Selbstverbrennung mit großem Zulauf. Und als ich im 39. Stock des Musikcenter aus dem Quick-Lift stieg, wurde ich gleich noch mal aufgehalten. Lexis Scarlets Bürotür wurde bewacht. Von einem grimmigen Vorzimmer-Robot mit elektronischer Barriere. (aus Requiem)

Das Penthouse (Büro) von Big Boss, Chips-Zentrale am Henrick-August-Platz, 31. Stock:
Zitat
Jonas: Ich hatte Big Boss vor einem viertel Jahr kennengelernt, im Juni 2010. Eine merkwürdige Frau, und ein merkwürdiges Zusammentreffen in ihrem Penthouse hoch über Babylon. Überhaupt: ein merkwürdiger Fall, die ganze Schmiergeldaffäre. Ein toter Auftraggeber, Nike und Luna, die coolen Killerinnen mit der Drahtschlinge, Big Boss, und äh ihr persönlicher Referent, wie hieß er noch?
Sam: To-To-To-To-Tolliver.
Jonas: Richtig! Tolliver. Ich habe ihn Joker genannt, weil er die Angewohnheit hatte, in aussichtslosen Situationen aufzutauchen und dem Spiel eine Wendung zu geben. (aus Sündenbock)

Die zentrale Sicherheitsverwaltung am Europaplatz:
Zitat
Jonas: Inspektor oder Chefinspektor, eins stand auf alle Fälle fest: Brock hatte was gegen Jonas. Aber Jonas hatte keine Wahl und fuhr rüber zur zentralen Sicherheitsverwaltung am Europaplatz, in Person. Jonas am Fon kann man abhängen, aber wenn er unversehens in Brock's Büro auftaucht, muß man ihn schon rausschmeißen, und das ist schwieriger. (aus Sündenbock)

Der Ernst-August-Platz:
Zitat
Ich winkte mir eine Rikscha und ließ mich ins Zentrum bringen, zum Ernst-August-Platz. Untertauchen, das war der Plan. Untertauchen in der Masse. Die war heute ganz besonders massenhaft. Der Klimadom war geöffnet. Ausnahmsweise. Und ein paar Sonnenstrahlen fielen auf den Platz. Auf die Hochhäuser. Die zentrale Sicherheitsverwaltung. Das Rathaus. Die REUBA-Zentrale. Und auf das riesige Rondell aus Fastrasen. Wo sich die Babylonier drängten. Dicht an dicht. Halbnackt, fast nackt, ganz nackt. Jonas stellte sich dazu. Nacktheit ist die beste Verkleidung. Sherlock Holmes. Oder vielleicht Siegmund Freud? (aus Invasion)

Judiths Büro in der Sicherheitsverwaltung:
Zitat
Jonas: Aber wo soll ich hin?
Sam: Nach oben, bis es nicht mehr weitergeht, und dann horizontal, ja, über die Dächer von Babylon.
Jonas: Ein sicherer Weg, wenn auch mühsam, vor allem im Dunkeln. Keine Zwischenfälle, auch nicht in der Zentrale der Sicherheitsverwaltung. Ich benützte Seitentür und Treppe, nicht Haupteingang und Fahrstuhl, und unterwegs war ich vorsichtig. Nicht zu sehr, Brock und Tolliver waren sicher noch im Wunderland und suchten nach Jonas. In das Büro einer Hauptabteilungsleiterin bei der Sicherheitsverwaltung paßt meines mehrmals rein. Ganz abgesehen von der Luxusausstattung: Teppichboden, schallisolierte Wände, Badezimmer, Kühlschrank, Hausbar. Hier konnte es ein gejagter Privatdetektiv schon eine Zeitlang aushalten. Ich machte es mir bequem und beschäftigte mich mit der Senkung von Judith's Whiskeypegel. (aus Sündenbock)

Der Keller unter der zentralen Sicherheitsverwaltung:
Zitat
Jonas: Wieder mußte Jonas rennen. Und sich in der Unterwelt verstecken. Bis es Zeit war. Für das Treffen mit Brock. 9. Juni 2015. Viertel vor fünf. Im Keller der zentralen Sicherheitsverwaltung sah es noch genauso aus wie vor dreieinhalb Jahren. Grau. Staubig. Trübes Licht aus alten Neonröhren. Uralte Aktenschränke voll uralter Akten. Kafkaesk, würde Sam sagen. Dazwischen wanderte ein einsamer Chefinspektor auf und ab. Er sah nicht hoch, als Jonas auftauchte. Er redete weiter vor sich hin. (aus Invasion)

Ostzentral:
Jonas Büroapartment:
Zitat
Jonas: Auf dem Klientenstuhl in meinem Büro plus Apartment, 22 Quadratmeter und ein paar Zerquetschte, wirkte sie... wie ein aufgeblühter Kirschzweig in einer alten Bierflasche. Ich bin sentimental. Ich mag Kirschblüten. (aus Testmarkt)

Zitat
Jonas: Ich drückte den Knopf, der den Bildfonkanal freigibt. Was Quartz jetzt sah, wußte ich: einen unausgeschlafenen Mann in den 40ern, kräftig und altmodisch. Ich mach mir nämlich nichts aus Körpermalerei. Um den Mann herum ein Büroapartment, Kategorie mittel-unten, 22 Quadratmeter, nicht aufgeräumt natürlich. (aus Safari)

Zitat
Jonas: Ich lag auf einem Hof hinter einem schäbigen Gebäude, das mir irgendwie bekannt vorkam. Ich richtete mich auf, sah nach oben: Ich war zu Hause. Das kleine Fenster im 16. Stock gehörte zu meinem sog. Heim: Büro plus Apartment, 22 Quadratmeter. Ich machte Inventur. Bürgerausweis, Lizenz, alles da. Sogar die paar Euros in der Hosentasche. Seltsam. Warum hatte man mich betäubt und entführt? (aus Reservat)

Zitat
Jonas: Mein Büro plus Apartment. 22 Quadratmeter. Lauschiges Zuhause, gemütlicher Arbeitsplatz. Eine Tür, ein Fenster, Sam eins, ein kleiner Tisch, ein Wandschrank, Bett zum Rausklappen, desgleichen zwei Stühle. Auf einem saß ich, auf dem anderen Demeter. Sie redete, ich hörte. So soll`s sein. Detektiv und Klientin, wie sie im Buche stehen. (aus Kidnapper)

Zitat
Jonas: Ich war Jonas. Nur Jonas. Frage: Wer war Jonas? Ich erkannte das Haus, vor dem ich stand. Hier wohnte Jonas. Ich ging rein. Am Lift hing ein Schild: Vorübergehend außer Betrieb. Der Lift war kaputt. Wie immer, fiel mir ein. Also Treppensteigen. Viele Treppen. Bis zum 16. Stock. Dann durch einen dunklen Gang. Zu einer Tür mit Messingschild. Jonas, stand drauf, nur Jonas. Ich griff in die Tasche. Ich holte ganz selbstverständlich einen altmodischen Schlüssel raus. Und gar nicht selbstverständlich einen Zettel. Darauf stand geschrieben: ,,Sie sind Jonas. Nur Jonas. Der letzte Detektiv. Sie sind in Lebensgefahr. Tauchen Sie unter." (aus Blackout)

Das Casablanca:
Zitat
Jonas: Darauf mußte ich was trinken. Ich wußte auch wo. Gleich um die Ecke im Casablanca. Da gehe ich öfter mal hin. Nicht unbedingt, weil's mir so gut gefällt, nein, wegen des Namens. Dabei heißt der Schuppen gar nicht nach dem antiken Film, sondern nach der Erbtante des Besitzers. Anyway, ich saß also im Casablanca, hielt stumme Zwiesprache mit meinem Magen, und versuchte ihn dadurch freundlich zu stimmen, daß ich Ricard trank. Mit viel Wasser. Im Casablanca servieren sie den Ricard in Pernot-Gläsern. So eine Kneipe ist das. Ich dachte an Bogie. Ob er wohl auch Ricard hatte trinken müssen. Und wenn ja, ob er ihm auch nicht geschmeckt hatte. Da laberte mich plötzlich diese Öko an. (aus Kidnapper)

Zitat
Jonas: Ich rang mich dazu durch, sie zu suchen. Auch der letzte Detektiv wagt sich nicht leichtfertig an einen geheimen Frauenort. Ich ging nach hinten, durch den dunklen Gang, vorsichtig, sah mich um, machte die Tür auf, langsam. Keine Frau, auch nicht Lili. Statt dessen ein frischer Blutfleck. Und eine rote Baseballkappe. In einer Zelle, auf dem Boden. Das gab mir zu denken. Ich steckte die Mütze ein, und ging zurück. Noch langsamer, noch vorsichtiger. An der Schwingtür blieb ich stehen. Im Dunkeln, unsichtbar. (aus Invasion)

Die Tigrisstraße und die Passage unter dem Tigrisplatz:
Zitat
Jonas: Die abgebrochenen Wolkenkratzer in der Tigrisstraße sind voll von kleinen Unternehmen, die es noch nicht geschafft haben, oder es nie schaffen werden. Immer und Ewig war eine Tür mit einem Schild. Das Zimmer dahinter enthielt einen Tisch, ein paar unbequem aussehende Stühle, einen Holo-Set, darüber das bunte Bild einer Rakete, die zum Himmel fuhr, eine vage Aura von Weihrauch und Karbol, und im Hintergrund, neben einer zweiten Tür, und vor einem offenen Wandsafe, einen ältlichen Mann mit kahlem Schädel und in dunklen Sackleinwand von Hals bis Fuß. Ein Neo-Puritaner, wie es aussah. Als er mich hörte, verschloß er den Safe, drehte sich um und glitt auf mich zu. Mit dem gedämpft mitfühlenden Lächeln des Friedhof-Profis. (aus Requiem)

Zitat
Brock: Heute Nacht 0 Uhr 19, anonymer Anruf in Kripo-Bereitschaft: Leiche am Tigris-Platz, unten in der Passage. 0 Uhr 34 Streife vor Ort bestätigt. Alte Frau. Loch von Laserstrahler über linkem Auge.
Jonas: Was sagt der Patomat? Todeszeit?
Brock: Präzise 0 Uhr 12. Fundort der Leiche identisch mit Tatort.
Jonas: Wäre möglich. Nachts ist kein Mensch am Tigris-Platz, nur Läden und Büros. Einsam wie die Amazonas-Wüste oder der Zentralfriedhof.
Pauli: Sie halten hier keine Vorträge, Jonas! Sie hören nur zu! (aus Sündenbock)

Zitat
Jonas: In der Passage unter dem Tigrisplatz gibt's alles, auch einen öffentlichen Notaromaten, in einer Nische hinter der Treppe, gleich hinter dem Klo. Eine alte Anlage: enge Kabinen, miese Belüftung. Und meine Begleiterin duftete nicht gerade nach Zimt und Nelken. Aber was tut man nicht alles für die Wahrheitsfindung, vor allem, wenn es um den eigenen Kopf geht. (aus Sündenbock)

Der Zentralfriedhof mit der Zentralen Leichenhalle und dem pathologischen Institut:
Zitat
Jonas: Weil ich mir ganz umsonst die halbe Nacht um die Ohren geschlagen hatte, auf dem Zentralfriedhof von Babylon, ausgerechnet! Ein Auftraggeber hatte mich per Fon hinbestellt, um Mitternacht. Mir war's egal. Ich habe keine Angst vor Gespenstern. Aber er hatte wohl Angst. Jedenfalls tauchte er nicht auf. Zwei Stunden stand ich mir die Beine in den Bauch, dann zog ich ab. Sowas kommt manchmal vor. (aus Sündenbock)

Das Kaufhaus Wunderland:
Zitat
Jonas: Der Schacht führte nach oben, in einen Lichthof, so groß wie ein Badelaken. Rings herum kahle Mauern bis in den Himmel, und eine Tür. Ich machte sie auf.
Sam: Bing! Erdgeschoss. Damenbekleidung. Herrenartikel. Sonderangebote. Wünscht jemand auszusteigen?
Jonas: Das Wunderland, Sam!
Sam: So ist es, kleine Alice. Babylons neuestes und schönstes Kaufhaus.
Jonas: Dann wollen wir mal im Gewühl untertauchen, Sammy.
Sam: Aber ein bißchen plötzlich, eure Behäbigkeit. Wie es scheint, ist Chefinspektor Brock uns bereits auf der Spur, will sagen im Lichthof!
Brock: Halt! Bleiben Sie stehen Jonas!

Zitat
Fetter Greis: Was, äh, was machen Sie da?
Jonas: Feuer. Sehen Sie doch. Direkt an diesem hochmodernen und hoffentlich auch hochempfindlichen Hitzesensor.
Fetter Greis: Ja warum denn?
Jonas: Darum!
Fetter Greis: Mein Gott! Mein Gott! Feueralarm! Feuer! Hilfe! Feuer! Hilfe!
Sam: Jetzt rennt er, hähä.
Jonas: Es war ein Höllenspektakel. Die Sirenen heulten. Menschen schrien und drängten sich durch die Ausgänge. Brock, Tolliver und Konsorten wurden mitgeschwemmt, ob sie wollten oder nicht. Die Panik dauerte Minuten. Allmählich wurde es ruhiger. Schließlich Stille. Nur die Sprinkler liefen noch und rauschten wie ein ferner Regen. (aus Sündenbock)

Der wilde Südosten:
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Jonas: Bei den Unruhen von 1996 war aus dem Büroviertel zwischen Südstadt, Reservat und Bioland der wilde Südosten geworden. Eine bizarre Landschaft aus Plastikresten und Betonruinen, aus lecken Rohrleitungen, die im Nichts endeten, aus verglühtem Asphalt und schwarzen Fensterhöhlen, aus giftgrünen Wucherungen schleimiger Schlingpflanzen. Ein Dschungel. Der größte Straßendschungel in den Vereinigten Staaten von Europa. Bevölkert von Streetgangs und Killerkids, von Nachtmenschen und Neosamurais, von Kannibalen und Mutanten. Und von ein paar cleveren Geschäftsleuten, die im gesetzlosen Niemandland auf ihre Kosten kommen. Zum Beispiel mit dem Stimshop "Dont worry be happy". In den wilden Südosten von Babylon kommt man leichter als ins Golden Ghetto. Man braucht keine Paßscheibe. Man braucht nur etwas Mut. Und feste Schuhe. In den Südosten fährt keine Metro und kein Taxi. Ich ließ mich absetzen so nahe wie möglich und wollte zu Fuß weiter. Aber da gab's Probleme... (aus Eurodschungel)

Das Reservat:
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Jonas: Das Reservat ist ein Stadtviertel im Südosten von Babylon. Früher hieß es mal anders. Wie, weiß kein Mensch mehr. Heute ist es das Reservat. Nur das Reservat. Und im Reservat hausen Typen, die in der Welt draußen nicht zurechtkommen können. Oder wollen. Eremiten. Einzelgänger. Türken, die während der großen Entfremdung untergetaucht sind. Und vor allem Freaks. Freaks jeder Schattierung. Nicht nur aus Babylon. Sie kommen von überall her, aus den ganzen Vereinigten Staaten von Europa. Nach den Unruhen in den 90er Jahren hat man um die ganze Geschichte `ne Mauer gebaut, und `ne elektronische Schutzglocke draufgestülpt. Seitdem ist das Reservat nicht existent. Wenigstens offiziell. Die Bewohner bleiben unter sich. Es ist nicht leicht, rein oder rauszukommen, und es ist fast unmöglich, drinnen zu überleben, wenn man nicht dazugehört. (aus Reservat)

Zitat
Jonas: Sam konnte mir sagen, wo die elektronische Käseglocke eine Lücke hatte, noch eine kurze Mitteilung an Frau Marcus-Pallenberg, und fünf Minuten vor Mitternacht, am 12. August 2009, stand ein grüner Freak an der Reservatsmauer. ,,Irre sind menschlich" hatte einer rangesprayt. Ganz meine Meinung. ,,Sonne oder Regen, ich bin dagegen". Dafür hatte ich volles Verständnis. Killroy war natürlich auch hier gewesen, vor langer Zeit. Jetzt war nur Jonas hier. Und Jonas fühlte sich unbehaglich. Und einsam. (aus Reservat)

Zitat
Jonas: Da wo ich stand, hatte die Mauer diverse Löcher und Vorsprünge. Ich zog mich hoch, dabei tat mir wieder mein verlängerter Rücken weh, setzte mich oben rittlings hin, und beschaute das nächtliche Reservat. Der Mond schien durch die Wolken. Jenseits der Mauer sah es kaum anders aus als davor. Dieselbe Ruinenlandschaft. Dieselben verwahrlosten Straßen. Dieselben Schatten. Dieselbe Stille. Nur unterbrochen durch leises Rascheln. Nachtmenschen schlichen durchs Geröll. (aus Reservat)

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Jonas: Ich schlich durchs Niemandsland und hielt mich im Schatten von Häusern und Ruinen. Alles war still. Nur in der Ferne die fast unhörbaren Geräusche der Nachtmenschen. Und noch weiter weg, ein merkwürdiges Rattern und Knattern. Es hörte sich an wie ein Motor, ein Benzinmotor in einem Auto. Mir wurde ungeheuer nostalgisch. Ich dachte an schwarze Limousinen in Chicago und anderswo, an Bogart, mit zwei Fingern am Lenkrad, an Maschinenpistolen, die Feuer und Tod aus Autofenstern spuckten. Ich hätte besser an Laserstrahler denken sollen, denn was sich da plötzlich auf meinen grünen Bauchnabel richtete, das war ein Laserstrahler. Ein Laserstrahler in der Hand eines dicken Kerls in Turban und Pumphosen, und neben ihm stand noch so einer, natürlich auch mit Strahlerchen. Ich hatte allmählich die Nase voll von Typen, die mir Laser unter dieselbe hielten. (aus Reservat)

Zitat
Jonas: Das Reservat. Ich konnte mich vage erinnern. Im wilden Südosten von Babylon. Seit den Unruhen vor 15 Jahren eine Trümmerlandschaft. Und ein exterritorialer Bezirk. Wo Polizei und Verwaltung nichts zu sagen haben. Wo sich alle festgesetzt hatten, die in Babylon unerwünscht waren. Freaks, Mutanten, Illegale. Wo es Klonfabriken gab. Stimshops. Und das Memorycenter. Ein ehemaliger Supermarkt. Relativ leicht zu erreichen. Gleich hinter der Grenze. Nicht weit vom Gigant-Hotel. (aus Blackout)

Zitat
Sam: Achtung, Achtung! Auffälliger Luftverkehr. Helikopter aus Richtung Giganthotel.
Jonas: Geht uns nichts an, Sammy.
Sam: Ja, das glaubst du, mein unschuldsvoller Engel. Remember the Alamo. Will sagen: Fall Eurodschungel.
Jonas: Euro...was?
Sam: Ach, vergessen natürlich. Dann spitz mal deine Lauscher, ja? Helikopter über Reservat bedeutet Gefahr, ganz besonders, wenn er in unsere Richtung fliegt und seinen Suchscheinwerfer eingeschaltet hat.
Jonas: Vielleicht hast du recht, Sam.
Sam: Hab ich immer.
Jonas: Jasmin, gehen Sie in Deckung! (aus Blackout)

Zitat
Jonas: Der Scheinwerfer hatte uns erfaßt. Wer immer im Helikopter saß, fing an zu schießen. Auf uns. Ziegelsplitter flogen durch die Luft. Jonas hockte hinter einem Geröllhaufen. Und schoß zurück. Mit der Keckler & Hoch, die er sich eingesteckt hatte. Für alle Fälle. Glas klirrte, der Scheinwerfer ging aus. Gut so. Ich griff mir Jasmin und zog sie ins untere Geschoß einer Hochhausruine. Keine Sekunde zu früh. Der Helikopter knipste einen zweiten Scheinwerfer an, und landete. Knapp 100 Meter entfernt. Drei, vier, fünf Figuren sprangen raus. City-Anzüge, Aktenkoffer, MP's. Sie wußten, wo wir steckten, arbeiteten sich vor. Und schossen. Fünf Todesschwadronöre gegen einen Jonas. Unfair. (aus Blackout)

Die Unterwelt:
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Und Jonas rannte. Zum nächsten Metroeingang. Auf den untersten Bahnsteig. Weiter in den Tunnel. Dann durch Türen und Schächte, die nur wenige kannten. Bis ich im alten Abwassersystem angekommen war. In der Unterwelt von Babylon. Hier konnte ich mich ausruhen. Und überlegen. (aus Invasion)

Südzentral:
Die Kantine im Camelot-Tower:
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Jonas: Ein großer Raum, eingerichtet mit knubbeligen Stühlen und schiefen Tischen aus Fast-Holz, fast ganz echt mittelalterlich. An den Wänden altmodische Ölschinken, dicke Mönche und rüstige Ritter, bunte Glasfenster, wie in einer Kathedrale, die Serviererinnen trugen lange Röcke und tiefe Ausschnitte, sie schleppten gigantische Speisekarten an, aus Fast-Pergament, die unglaubliches versprachen. (aus Drachentöter)

Die Südstadt:
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Jonas: Die Südstadt, vor einem knappen halben Jahrhundert gebaut, ist schon viermal saniert worden. Diverse Wohnungsgesellschaften haben sich gesundgestoßen, aber sonst hat sich nicht viel geändert. Immer noch dieselben Hochhäuser, die aussehen wie riesige angegraute Käsestücke. Voller Löcher und Schimmel, und Maden, dicht an dicht. Irgendwo müssen sie ja wohnen. Aber die Südstadt ist kein Slum, Gott bewahre, sie ist ein Wohngebiet mit spezifischen strukturellen Problemen. Das sagt die Bürgermeisterin jede Woche in ihrer Fernsehshow. Und die muß es wissen. (aus Testmarkt)

Südwesten von Babylon:
Das Haus von Vivian Eastwood im Künstlerviertel:
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Jonas: Am Nachmittag stellte ich mich in der Eastwood-Residenz ein. Eine große Wohnung. 200 Quadratmeter, mindestens. In einem alten Haus, 200 Jahre, mindestens. Von der Sorte gab's noch mehr in der Gegend. Südwest-Babylon, Otmar-Alt-Allee, das Künstlerviertel. (aus Drachentöter)

Die Wohnung von Miriam Kraus:
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Jonas: Miriam Kraus war nicht zu Hause. Zumindest ging sie nicht ans Fon. Also ging Jonas zu ihr. In einen Bezirk, den man früher gutbürgerlich genannt hätte. Zwischen den Slums der Südstadt und dem exklusiven Künstlerviertel. In ordentlichen Reihen Häuser, aus dem mittleren 20. Jahrhundert. Mittelgroß, nicht mehr als 10 Stockwerke. An der Wohnungstür ein unproblematisches Schloß. Jedenfalls für einen einschlägig versierten Privatdetektiv. Dahinter zwei Zimmer, Küche, Bad. Mittelprächtig. Kein Luxus, keine Not. Keine Miriam Kraus. Stattdessen ein mittleres Chaos. Der PC war zertrümmert, das Diskettengestell leergeräumt. Schränke standen offen, Matratzen waren aufgeschlitzt, Küchenvorräte verschüttet, etc. Jemand hatte was gesucht. (aus Drachentöter)

Die Bar After Eight am oberen Markgrafenboulevard:
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Jonas: In letzter Zeit verkehrte Jonas vorwiegend in besseren Kreisen. Da wo das Leben furchtbar teuer ist, und ungeheuer exklusiv. Ich bestellte einen doppelten Synth. Der Barkeeper goß ein und verachtete mich. So sehr, dass er mich überhaupt nicht mehr zur Kenntnis nahm. Ich ging auf Wanderschaft. Durch die Hintertür, an der Privat dranstand, über einen Flur, zu einer angelehnten Tür, hinter der jemand am Bildfon sprach. Durch den Türspalt hörte ich ein bisschen mit. (aus Schlachthaus)

Das Parnassisgebäude am nördlichen Ende des Markgrafenboulevard:
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Jonas: Das Parnassisgebäude stand am nördlichen Ende des Markgrafenboulevard, genauer es stand nicht, es lag. Es lag vor Anker. Das Parnassisgebäude war ein Schiff, ein klotziger Dampfer, der aussah wie die selige Titanic, riesig, steil, unsinkbar, oben drauf vier Schornsteine, keine Holoillusion, alles echt. Beton und Stahl. Großreederei Parnassis war eine altmodische Firma und konnte sich das leisten. Jonas wußte, was sich gehörte. Er trug einen Blazer, seinen besten und einzigen, den mit dem Laserloch im Ärmel, aber das fiel kaum auf. Außerdem war ich gewaschen, rasiert, gefrühstückt, der korrekte Privatdetektiv, wie er im Buch steht. (aus Traumschiff)

Das Themenhotel Metropol am Markgrafenboulevard:
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Jonas: Eine Woche später, Babylon, Markgrafenboulevard, das neue Themenhotel Metropol wurde festlich eröffnet, der übliche Auftrieb, nur geladene Gäste, nur sogenannte Prominenz, die Bürgermeisterin natürlich, Holostars, der Serienmörder der Woche, Superbosse, Bischöfin und Erzdruide, angesagte Drogendesigner, der Hochadel und Jonas. Sam hatte mir eine Einladung besorgt, wie, das müssen Sie ihn schon selbst fragen, Computer haben ihre kleinen Geheimnisse. Ich war also da, wanderte herum, es gab Echt-Whisky, stilecht aus Teetassen, Cocktails aller Art, Echt-Champagner, das echt menschliche Personal machte auf Gangster und Charleston-Girls, Echt-Musiker spielten Uralt-Jazz, Nostalgiker Jonas fühlte sich gut und vergaß fast, weshalb er gekommen war, bis er Belinda traf. (aus Mafia)

Die Garage im Hotel Metropol:
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Jonas: Samarkand, ein bewaffneter Bodyguard und der Schamane, sie saßen hinten, an der Wand der großen Halle, offensichtlich eine Garage, vor einer anderen Wand standen drei antike LKW, alte Autoteile lagen herum, es roch nach Öl und Benzin.
Belinda: Ein historisch getreuer Nachbau der Garage in der North Clark Street, Chicago, wo das berühmte Massaker am St.-Valentinstag stattfand.
Juri Samarkand: 1929 am 14 Februar, Al Capone, Ihnen ist das zweifellos bekannt, Jonas, Capone hat sich damals seiner schärfsten Konkurrenten entledigt. (aus Mafia)

Zitat
Jonas: Ich ging über die Rampe, durch den Hof, im Schatten lagen Leichen in Gangsteranzügen, Männer der Kompania, die Malavitas hatten sie getötet, um ihre Rollen zu übernehmen, ich ging weiter, durch eine Unterführung, eine dunkle Gasse und stand plötzlich auf dem Markgrafenboulevard, hell, laut, bunt, voller Menschen, voller Leben. (aus Mafia)

Westen/Westend/Westzentral:
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Jonas: Quartz zahlte. Deshalb konnte ich es mir leisten, fremde Beine für mich arbeiten zu lassen. Ein Rikscha-Kuli strampelte sich ab, und nach einer guten halben Stunde war ich da, im Westen. Nicht weit vom Markgrafenboulevard. Hier roch es nach Geld. Nicht nach abgegriffenen 10-Euroscheinen, sondern nach den allerbesten Aktien. Und nach Schecks mit vielen Nullen. Linda Lorant wohnte im Turm zu Babel. 40 Stockwerke, 4000 Apartments. Und der Turm war gut bewacht. Ein grimmiger Drache gleich neben der Tür in der Eingangshalle, ein zweiter weiter hinten, vor einer Konsole von Monitoren. Auf den ersten Blick war da nur mit Gewalt was zu machen. An sich kein Problem für Jonas, wenn sich Quartz nicht jedes Aufsehen verbeten hätte. Und der Auftraggeber hat grundsätzlich immer recht. (aus Safari)

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Jonas: Im schicken Südwesten von Babylon, da wo es vor 20 Jahren noch echte Bäume gegeben hatte, standen heute ein paar Luxus-Wohntempel herum. Mit super postmodernem Geschnörkel. In einem dieser Tempel wohnte Tutti Paletti. Das heißt, eigentlich nicht in, sondern auf. Paletti hatte ein Penthouse. An die 100 Quadratmeter. Pop-Styling war offenbar eine einträgliche Sache. Paletti hatte nicht nur ein Penthouse. Paletti hatte auch Möbel aus Mailand. Einen versilberten Ro-Butler. Und den letzten Schrei in Statussymbolen: Einen echten japanischen Bonsai. (aus Requiem)

Die Villa von Herrn Maske:
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Theo Maske wohnte weit draußen im Westen. In einer Villa von mindestens 80 Quadratmeter. Ein typischer Everson-Bau aus den späten 80ern. Rote Backsteine, Schmuckrohre außen, überall schiefe Linien. Vor dem Tor private Schutztruppler, hinter dem Tor ein echter Butler, der mich in den Salon geleitete. Und da hingen echte Bilder an der Wand, mit echtem Öl gemalt. Ich war bei echt feinen Leuten. Deshalb wunderte ich mich schon gar nicht mehr, als ich auch noch einen echten Whiskey in die Hand gedrückt kriegte. Dann erschien der Herr des Hauses. Theo Maske war nicht nur fein, er war auch schief. So schief wie seine Villa. Schiefer Rücken, schiefe Nase, schiefer Mund. Und für seinen Charakter würde ich auch nicht die Hand ins Feuer legen. (aus Reservat)

Schwanensee:
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Sam: Von Schellack holen. Spricht sich leicht, und tut sich schwer. So einfach kann man ihn nicht besuchen, den Herrn Schellack.
Jonas: So? Wo wohnt er denn?
Ines: Schwanensee.
Sam: Na wo im Haus die Feinen pinkeln, na es Korrektur, Korrektur, wo die feinen Pinkel hausen. Zum Bleistift Herr Sesam, Fall Niemandsland. Prof. Morell, Fall Westfront. Ex-Holoclown CoCo, Fall Weihnachtsmärchen.
Jonas: Etcetera etcetera., aber warum ist es so schwierig, ihn am Schwanensee zu besuchen?
Sam: Wieweil der selbe nicht am Schwanensee wohnt, wie die genannten Herrschaften, sondern im Schwanensee.
Ines: Auf seiner Yacht. Monte Chito heißt die.
Sam: Nach Raymond Chandler selig, welch Sakrileg.
Ines: An Bord läßt Schellack nur, wen er sehen will. Nach Voranmeldung.
Sam: Doch bei seinen Macken wäre er zu packen. Schlag nach bei Chandler, bei dem steht was drin, fidldidlbum. (aus Blackout)

Zitat
Jonas: Drei Stunden später. Mitternacht. Hell erleuchtete Villen spiegeln sich im dunklen Schwanensee. Ein strahlend weißer Kranz. Genau in der Mitte die Yacht Monte Chito. Die elektronischen Sicherungen sind abgeschaltet. Eine Besucherin ist bei Schellack. Alias Janos. In dem Büro, das er sich auf der Yacht eingerichtet hat. Neben dem Salon. Im Heck. Unter dem Fenster liegt das Boot, das die Besucherin gebracht hat. Der Ruderknecht zieht die maritime Livree aus, und enthüllt sich als Jonas, im schwarzen Kampfanzug, aus dem antarktischen Krieg. An sich trägt er ein ganzes Arsenal. Laserstrahler, Neurofreezer, Kurz-MP, und Magnetopads, an Händen und Füßen. Damit steigt er die Außenwand der Yacht hoch. Unhörbar. Am Fenster macht er Halt. Und späht in ein Detektivbüro wie aus einem alten Film. Noir. Nostalgisch. (aus Blackout)

Das Waldmuseum:
Zitat
Jonas: Ich bin sentimental. Ab und zu gehe ich ins Waldmuseum und seh mir die Bäume an. Die Kiefer. Die Birke. Und die kleine Eiche, von der sie immer noch nicht wissen, ob sie durchkommt. Ich erinnere mich an die Zeit, als auch draußen noch Bäume standen. Und ich habe das Gefühl, mir fehlt was. Wie gesagt, ich bin sentimental. Aber ich bin nicht dämlich. (aus Reservat)

Im Romanticpark:
Zitat
Jonas: Weil wir beide, Judith und ich, Nostalgiker sind, buchten wir Plätze im Romantik-Park. Und im Romantik-Park ist es immer Frühling. Dank Klima-Konverter und Holo-Projektion. Wir saßen auf unserer Zweier-Bank. Über uns wölbte sich ein klarer Sternenhimmel. Auf kleinen Teichen schwammen große Schwäne. Weiß, wie frisch aus der Waschmaschine. Aus dem Gebüsch dudelten Soft-Pop und Nachtigallen vom Band. (aus Requiem)

Nördlicher Stadtrand:
Das Orbidrom:
Zitat
Jonas: In der martialischen Kunst des geordneten taktischen Rückzugs ist Jonas kaum zu schlagen, Ein paar geschickte Ausweichmanöver um zwei oder drei Ecken, und ich war in Sicherheit. Nächste Station: natürlich das Orbidrom, der Raketenport von Babylon, außerhalb der Stadt. Über einen öffentlichen Terminal ließ ich mir von Sam eins Linda Lorants Bild überspielen. Und damit hätte ich, nach dem kleinen Handbuch für Privatdetektive, alle Schalter abklappern sollen. Aber ich hatte so eine Idee, und ging gleich zur Abfertigung von OI, von Orbis International. (aus Safari)

Südlicher Stadtrand:
Die Emanuel-Wichtig-Halle:
Zitat
Jonas: Die Emanuel-Wichtig-Halle ist das bemerkenswerte Denkmal eines wenig bemerkenswerten Bürgermeisters. Nicht schön, aber gewaltig. Wie ein überdimensionaler Schneewittchensarg steht sie mitten im Ausstellungsgelände von Babylon. Brutal. Unübersehbar. Innen sah sie heute aus wie die Burgschänke im Camelot-Tower, nur viel größer: Überall alte Wandteppiche. Wappen und Waffen, Schilde, Schwerter, Lanzen, Hellebarden, die dazugehörigen Rüstungen standen dekorativ auf dem Laufsteg herum. Menschen in seltsamer Tracht spielten auf seltsamen Instrumenten seltsame Musik. (aus Drachentöter)

Die REUBA-Truckstation:
Zitat
Es war ein weiter Weg. Vom Zentrum zum Stadtrand. Jonas stieg um. Vom Abwasserkanal ins Atomschutzsystem. Zur Zeit nicht gebraucht. Aber gewartet. Ein Labyrinth. Jonas kannte den Zugangscode. Und er wußte, wo die E-Velos parkten, die den weiten Weg erheblich abkürzten. - 10. Juni. 4 Uhr 30 Morgens. Im REUBA- Fitneßcenter war nichts los. Ein einziger Bodyfreak pumpte und schwitzte. Lorenz. Neben ihm lag seine REUBA-Passcheibe. Und seine rote Baseballkappe. Jonas trug auch eine, die er im Casablanca gefunden hatte. Perfekte Tarnung. Lorenz hielt mich für einen Kollegen. Daß er sich irrte, wurde ihm erst klar, als ich zuschlug. Zu spät. Ich schlug hart zu. Bis er sich nicht mehr rührte. Ich dachte an Lili und an die Kinder. Die REUBA-Passcheibe steckte ich ein. (aus Invasion)
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Die beste Krimiserie aller Zeiten!!!
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Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #6
Und auch die Orte außerhalb Babylons beschreibt Jonas eingehend:

Babelshaven:
Zitat
Jonas: Babylons Tor zur Welt. Am Ufer des nordischen Meerbusens. Die übliche Hafen-Atmosphäre. Wellen und Wind. Die Silhouetten der riesigen computergesteuerten Frachtsegler an den Kais. Nur die Möwen fehlten. Die Kneipen voll von leichten Mädchen und leichten Jungs für Seemänner und Seefrauen. Irgendwo dazwischen lag das Generalkonsulat von Costa Guana. Und hier sah sich der Typ hinter dem Schreibtisch meine Bürgerkarte an, als hätte ich ihm einen abgelaufenen philippinischen Paß in die Hand gedrückt. (aus Schlachthaus)

Swartcliff:
Zitat
Demeter: Swartcliff ist eine Insel. Eine sehr kleine Insel. Eigentlich nur eine Klippe.
Jonas: Wie der Name schon sagt, Schwester. Wo?
Demeter: Im nordischen Meerbusen. Nicht weit von Westerport bei Babelshafen. 10 Kilometer weit draußen. (aus Kidnapper)

Zitat
Demeter: Wir haben aufgepaßt, daß die Tiere nicht gestört wurden. Auf Swartcliff selbst gibt es keine Menschen, ich meine, es gab keine, nur Reste einer alten Marinestellung aus dem Krieg, Bunker und so. Aber an der Küste fahren ja viele Touristen rum.
Jonas: Und dann erschien die Popo, vor einem Monat. Wann genau?
Demeter: Warten Sie, am 10, ja am 10. April. Von da ab kam niemand mehr auf die Insel, oder auch nur in die Nähe. Das ganze Seegebiet wurde gesperrt. Auch für die Westerporter und für die Touristen. Für uns sowieso.
Jonas: Mit welcher Begründung?
Demeter: Verteidigungswichtige Arbeiten. Das haben sie uns gesagt, aber es ist kein Militär zu sehen. Auch keine Marine. Bloß die Schwarzroten. Die bewachen die Insel. Und die fliegen auch die Hubschrauber zwischen dem Festland und Swartcliff. Vollbeladen mit Baumaterial hin, leer zurück.
Jonas: Auf Swartcliff wird also gebaut.
Demeter: Ja, und das macht uns Sorgen. (aus Kidnapper)

Zitat
Sam: Sam hat in allen großen Dateien nachgeforscht, o Leitstern meiner schlaflosen Nächte. In der Staatsinfothek von Babylon, im geographischen Institut, im Küstenmuseum. Eine Insel namens Swartcliff gibt es nicht.
Jonas: So, na, dann wollen wir doch mal sehen. Ach ja, hier ist er. Schau mal hier rein, Sam, mein alter Schulatlas. Ja, da. Im nordischen Meerbusen. Der kleine Fleck vor Westerport: Swartcliff. Steht ganz deutlich da.
Sam: Wenn eure nostalgische Beschränktheit einem, eh, Buch mehr Glauben schenken als der modernen Elektronik. Merke: Was nicht datenmäßig erfaßt ist, existiert auch nicht. (aus Kidnapper)

Zitat
Jonas: Himmel und Meer waren stumpfgrau, wie angelaufenes Zinn. Merken, fürs Poesiealbum. Und aus dem grauen Wasser vor dem grauen Horizont ragte eine massive schwarze Faust auf. Die Felseninsel Swartcliff. Ich ließ Piet einmal drumrumsegeln, so mit Wenden, Halsen, Kreuzen, und wie die Sachen alle heißen. Das Nachtglas war made in Japan, 1a Qualität, und als wir den Kreis geschlossen hatten, wußte ich ziemlich gut Bescheid. Aus der Nähe wirkte Swartcliff nicht so sehr wie eine Faust, eher wie ein schwarzer Würfel. Im Süden, im Westen, im Norden stiegen glatte Felswände senkrecht aus dem Wasser, gut 30 Meter hoch, im Osten lag eine Bucht, Sandstrand, ein Pier, und von da führte eine in den Felsen gehauene Treppe nach oben. (aus Kidnapper)

Zitat
Jonas: Ahoi, das hieß rudern. 10 Kilometer. Der Nebel wurde stärker. Wind und Wellen spielten mit dem Boot Wasserball. Aber ich kam durch. Unter der steilen Südküste von Swartcliff machte ich das Boot fest, an einem Felsvorsprung, und dann lief ich die senkrechte Wand hoch. Kein Schwindel, Damen und Herren, keine schwarze Magie, zwei Saugklammern mit Stil und batteriebetriebener Vakuumpumpe, kleben eingeschaltet an jeder Fläche, sicherer als Metallkrampen. Und viel leiser. Oben steckte ich vorsichtig den Kopf über den Rand. Wie ich es mir gedacht hatte: Weit und breit nur ein einziger Wächter, und der träumte vor sich hin. Hoffentlich was schönes, ich ließ ihn weiterträumen, bis in alle Ewigkeit, dann rekognoszieren. Durch die Nachtbrille, schwierig, der Nebel deckte allmählich alles zu. (aus Kidnapper)

Zitat
Ich holte tief Luft, und verschwand in dem Gang, der schräg nach unten führte. Immer weiter, immer tiefer. Rechts und links Türen, alle 50 Meter eine Kurve, und ab und zu ein Quergang. Wenig Lampen, und zum Glück auch wenig Verkehr. Drei, vier PoPos kamen mir entgegen, ich salutierte zackig, und marschierte vorbei. Zielstrebig, nicht eilig. Keine Gefahr, keine Probleme. Bis der Gang plötzlich zu Ende war. An einer massiven Tür ohne Schloß, Griff und Klinke. Statt dessen ein Schild: Sperrbezirk. Zugang für Unbefugte strengstens untersagt. Berechtigte Personen werden ersucht, ihren Kopf kurz in die dafür vorgesehene Öffnung rechts, siehe Pfeil, zu halten. (aus Kidnapper).

Die Kneipe "der satte Sägefisch" in Westerport:
Zitat
Jonas: Der satte Sägefisch in Westerport war sicher mal eine flotte Kneipe gewesen. Damals, als es hier noch Fischer gab, und Touristen. Heute hatten die Fischer nichts mehr zu fischen, und die Touristen waren von der PoPo verscheucht worden. Im Schankraum hockten nur ein paar Einheimische. Leicht zu erkennen an den Warzen und Wucherungen, wie sie Leute haben, die jahrzehntelange mit verseuchtem Meerwasser in Berührung kommen. Keine PoPo. Niemand, der hier nicht hergehörte. Abgesehen von Jonas natürlich. Und ich hatte gut aufgepaßt unterwegs. In der Druckluftbahn nach Babelshafen, und in der Rikscha bis Westerport. Kein Schatten. Prof. Caligari war sich ihrer Sache wohl sicher. Um so besser. (aus Kidnapper)

Avalon:
Zitat
Arthur Artus, der sich gern König Artus nennen läßt, hatte sich eine Biosphäre eingerichtet. Draußen in der Wildnis, nach seinem Geschmack. Und der war ganz und gar mittelalterlich. Unter der Käseglocke gab's eine Burg. Und einen richtigen Wald. Sagte man. Das ganze hieß Avalon. Merkwürdige Dinge sollten in Avalon vorgehen. Unheimliche, gefährliche Dinge. Menschen sollten da verschwinden. (aus Drachentöter)

Zitat
Jonas: Unter dem Helikopter erstreckte sich einförmiges totes Braun-Grau, bis zum Horizont. Die Wildnis. In der Ferne, weit voraus, ein Glitzern. Es kam näher, noch näher. Eine Halbkugel, die Sonnenstrahlen reflektierte. Avalon. Die Biosphäre von König Artus. Durchmesser etwa 500 Meter. Unter der Plexikuppel eine kleine Burg. Mit Türmen und Zinnen. Eine hohe Mauer, dahinter Grün. Viel Grün. Tatsächlich, ein Wald, mit Bäumen.
Artus: Echte Bäume, Jonas, keine Plastsimulate.
Jonas: Das muß Sie ein Vermögen gekostet haben.
Artus: Mein Gott, ich kann's mir leisten. Und das ist der Wald von Prosiliande. Geheimnisumwittert, und gefährlich. Na, sie werden es erleben, Jonas. (aus Drachentöter)

Die Wildnis und das Niemandsland:
Zitat
Jonas: Wir fuhren, durch die Wildnis. Dann durchs Niemandsland. Keine besonderen Vorkommnisse. Ab und zu hielten wir. An REUBA-Außenstellen. Minen. Schürfplätzen. Wir luden ab und luden auf. Jogurta tat seine Arbeit. Und bemühte sich nicht aufzufallen. Jonas erinnerte sich. An frühere Touren in dieser Gegend. Fall Niemandsland vor vier Jahren. Fall Weihnachtsmärchen vor zweieinhalb. Ich kannte sie gut, diese tote Landschaft. Orange und grau. Dazwischen Farbtupfer. Schwarz. Rot. Giftgrün. Ruinen. Reste. Rost. Geschmolzener Sand. Und Felsen. 12. Juni. Morgen. Jogurta hatte Außendienst. Begleitschutz. Als letzter Mann fuhr er hinter dem Truck. Auf seinem E-Bike. Hielt die Augen offen. Gewissenhaft. Immer im gleichen Rhythmus. Links. Rechts. Rückspiegel. Und da sah ich plötzlich was. Weit hinter mir. Einen Punkt, der allmählich größer wurde. (aus Invasion)

Die Dusenium-Mine der REUBA im Niemandsland:
Zitat
Jonas: Dusenium kam auf der ganzen Welt nur an einer einzigen Stelle vor. Weit draußen im Niemandsland. Wo Europa, Rußland und die Drittwelt aneinander stoßen. Da lag die Dusenium-Mine der REUBA. Namens Dusechs. Der Abbau war mühsam. Und gefährlich. Vor allem teuer. Weil Dusenium nur in großer Tiefe auftrat. Und nur in minimalen Einsprengseln. REUBA konnte weder Robots noch Androiden einsetzen. Nicht mal normale Bergleute. REUBA brauchte Elitels. Wie Lili. (aus Invasion)

Zitat
Abends kamen wir an. Die Nomaden schlugen ein Lager auf. Einige Kilometer entfernt. Außer Sicht, außer Hörweite. Ein Angriff bei Dunkelheit war zu riskant. Kein Nachtsichtgerät im Panzer. Außerdem wußten wir nicht, was uns erwartete. Gleich nach Sonnenaufgang stiegen wir auf einen Felsen. Jonas und Stalin. Und sahen uns Dusechs an. Ein großes flaches Gebäude. Und ein Förderturm, direkt vor einer schroffen Felswand. Im weiten Halbkreis umgeben von Unterständen. In jedem zwei Maschinengewehre. Eins nach innen, eins nach außen. Bedient wurden sie von Typen in roten Baseballkappen. REUBA-Sicherheitsdienst. Vielleicht eine Hundertschaft. Der Erdboden vor den Unterständen war glatt. Eben. Sehr eben. Verdächtig. (aus Invasion)

Die schöne Insel Palmera im Mittelmeer:
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Jonas: Es war kein Treibhaus. Es war eine Terrasse. Aber sie war heiß und hell und grün, wie ein Treibhaus. Und der Mann im Rollstuhl war wie General Sternwood, uralt, halbtot, mit einem Gesicht wie eine zerknitterte Maske. Er war natürlich nicht General Sternwood. Er war Senior Hector de la Serna. Wir waren auch nicht in Los Angeles. Sondern in der Siedlung Bon Retirdo. Auf der schönen Insel Palmera. Im Mittelmeer. Wo sogenannte Senioren aus ganz Europa auf den Tod warten. Wenn sie es sich leisten können. Und ich war nicht Philip Marlowe. (aus Knochenarbeit)

Das Penthouse der Gräfin Gloriana auf Palmera:
Zitat
Serna: Che Guevaras Gebeine sind hier, auf Palmera. Richten Sie Ihren Blick gen Westen, Senior Jonas. Was sehen Sie?
Jonas: Was man hier überall sieht. Das Superhotel.
Sam: Palmera Beach Tower. 250 Meter vom Zeh bis zum Scheitel. Piep.
Serna: Und genau dort oben, Senior, ein viertel Kilometer über dem Meer, befinden sie sich. Im Penthouse der Condessa Gloriana. (aus Knochenarbeit)

Zitat
Jonas: Das Penthouse der Gräfin Gloriana war eine Festung. Zugänglich nur über einen Spezialschnell-Lift vom Erdgeschoß. Für Besucher und Dienstboten mit Spezialzugangsscheibe. Keine Treppen. Schwierig. (aus Knochenarbeit)

Das Aquarium von Palmera:
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Einige Stunden vergingen. Es wurde dunkel. Vor der Ostküste von Palmera strampelte ein Touristenpaar auf einem Tretboot dahin. Man hätte die beiden aber auch gut für Kinder des Aquarius halten können. Weil sie lange bunte Schlabbergewänder trugen. Und sich ans Aquarium heranarbeiteten. An die vorgelagerte Halbinsel. Langsam. Beiläufig. Wie unabsichtlich. Als es ganz dunkel war, gingen wir an Land. Das Boot ließen wir abtreiben. Wir versuchten uns zu orientieren. Mit Sams Hilfe. Die Wächterin sahen wir erst, als sie direkt vor uns stand. Mit Kalaschnikow und schlechter Laune. Jonas reagierte blitzschnell. Ab und zu kann er das. (aus Knochenarbeit)

Zitat
Jonas: Die Stimmung in der Arena war ein kurioser Cocktail aus Requiem, Zapfenstreich und 1. Mai an der Kremlmauer. Schwelende Fackeln an offener Gruft. Darüber Che Guevara in Beton. Fünf Meter hoch, wenn nicht mehr. Im revolutionär-orthodoxen Sahnetortenstil. Linke Faust geballt, rechte am Gurt der Kalaschnikow. Kühne Augen in die Ferne schweifend. Richtung Utopie. Erhebend. Um Gruft und Denkmal die Kinder des Aquarius. Trauernd, aber nicht schweigend. (aus Knochenarbeit)

Das Krematorium von Palmera:
Zitat
Gloriana: Wo wir sind? Im Krematorium von Palmera. Kennen Sie das nicht? Tolle Anlage, voll automatisch. Dauerbetrieb, Tag und Nacht, Kühlhalle immer voll. Kann man sich ja denken, hier auf Palmera. Nur Tote auf Urlaub. Apropos, schön, daß sie endlich gekommen sind, wir warten schon seit Stunden, was Chico? Hotelsicherheitsdienst, pfui, sie kleiner Schwindler, pfui. Legen Sie ihre Schrotflinte auf den Boden, langsam, sonst macht Chico Ihnen ein paar neue Löcher ins Gesicht. (aus Knochenarbeit)

Zitat
Jonas: Beide trieben uns in den hinteren Teil des Raumes. Durch eine Tür. Durch einen Gang. In eine Kühlhalle, so weit und so hoch wie der Tempel eines unbekannten Gottes. Hier stapelten sich Särge, aus billigem Plastik. Särge über Särge. Hunderte, Tausende. Ein ungeheurer Wartesaal des Todes. Weiter nach hinten lief ein Förderband. Tiefer hinein in den Felsen. Dorthin, wo der gewaltige Ofen röhrte. Robots luden Särge auf das Band. Einen nach dem anderen. Eine Reihe ohne Ende. (aus Knochenarbeit)

Das Centro Venti Venti in Nordwest-Sizilien:
Zitat
Jonas: 24 Stunden später flog ich den Leihhelikopter über den Golf von Castellamare, Nordwest-Sizilien, unter mir lag das Centro Venti Venti, eine künstliche Insel mitten im Golf, mit dem Festland verbunden durch einen schnurgeraden Damm, der endete am Haupttor in der Mauer, die um die ganze Insel lief, direkt vor dem Tor der Heliport, ich landete, stieg aus, das Tor ging auf. (aus Mafia)

Zitat
Jonas: Die Insel war groß und weitgehend grün, hinter Tor und Mauer lag ein Park, Echtrasen, Echtbäume, darüber ragte das Kongreßgebäude auf, und darüber der Tower. Wir mußten nicht laufen, wir fuhren, standesgemäß in einem offenen Golfkart.
Juri Samarkand: Den Golfplatz haben wir weiter hinten, 18 Loch. Das hier ist unser genuin sizilianischer Orangenhain, im Sommer sollten Sie mal kommen, Jonas, Apfelsinen in allen Farben, so groß wie Bowling-Bälle. (aus Mafia)

Das Traumschiff Calispera in der Karibik:
Zitat
Pilotin: Schnallen Sie sich bitte an, in Kürze landen wir auf der Calispera.
Jacobea Bond: Da! Da ist sie!
Jonas: Was? Was? Wo? Ah, ja, schönes Schiff.
Jacobea Bond: So weiß und strahlend, aber so leer.
Jonas: Richtig. Wo waren Sie, die munteren Senioren, die liebenswerten Altchen? Auf dem Sonnendeck neben dem Swimmingpool, sah ich nur ein paar leere Liegestühle, und zwei leere Rollstühle am Heliport. Dahinter zwei muskulöse Geschöpfe in weißen Kitteln, vage weiblich. Miss Body und Miss Building. Eine trat vor, als Jacobea und ich aus dem Helikopter stiegen. Mühsam, wie es sich für alte Leute gehört. (aus Traumschiff)

Zitat
Jonas: Ich setzte mich auf die Terrasse, mit Blick auf den leeren Pool, das leere Sonnendeck, das leere Promenadendeck, keine Bewegung, kein Laut, richtig unheimlich. Es wurde abend. Die Sonne stand tief. In der Ferne leises Knattern. Näher. Lauter. Der Schiffshelikopter landete auf der Calispera. Aber es stiegen keine fröhlichen Ausflügler aus der Luke, nur eine Frau. Ein Weißkittel nahm sie in Empfang, mit schußbereiter Maschinenpistole. (aus Traumschiff)

La Installation in Costa Guana:
Zitat
Jonas: Von da ab hielt ich lieber den Mund. Und sah nur noch stumm aus dem Fenster. Durch die Bananenpflanzungen rechts und links rollten gewaltige Agarautomaten. Die wenigen jämmerlichen Siedlungen dazwischen waren bewacht und eingezäunt. Und eingezäunt oder besser eingemauert war auch unser Ziel, ,,La Installation", was immer das sein mochte. Wir fuhren durch ein bewachtes Tor in der Mauer, und dann lag sie vor uns, die Installation. Mehrere große miteinander verbundene Gebäude, die Fassaden bemalt im schönsten bananenrepublikanischen  Barock, dahinter Rohre und Schornsteine, die munter rauchten. Anscheinend eine Art Fabrik. Und über dem ganzen ein süßer Hauch von Fäulnis. (aus Schlachthaus)

Der Bio-Komplex in Costa Guana:
Zitat
Jonas: Der Mond schien auf den Bio-Komplex, der Mond und zahllose Scheinwerfer auf hohen Masten. Sie standen rund um einen gewaltigen Betonquader, 50 Meter hoch, mindestens. Keine Fenster, statt dessen Malereien in freundlichen Pastellfarben, putzige Tiere, bunte Blumen. Das war Bios Masche. Vorn sorgte Bio sich um die Umwelt, die sie hinten tatkräftig ausrottete. Eine einzige Tür, davor ein Wächter mit Laserstrahler. Jamaro und Jonas hockten hinter einem Busch und überlegten. (aus Totentanz)
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Die beste Krimiserie aller Zeiten!!!
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Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #7
Nachdem ich nun auch hier die Listen überarbeitet habe (u.a. sind jetzt die Nummern der Folgen angegeben), könnt ihr nunmehr an der neuen Umfrage teilnehmen und die Frage beantworten, ob ihr gerne in Babylon leben würdet oder nicht.
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Die beste Krimiserie aller Zeiten!!!
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Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #8
Michael Koser hat sich inzwischen näher geäußert, wie er sich das Konzept seiner Science-Fiction-Krimiserie damals vorgestellt hat. Die Folge Reservat sollte z.B. ursprünglich Kreuzberg heißen. Und auch sonst gibt es einiges Interessante über Jonas zu erfahren. Wer es noch nicht kennt, kann jetzt auf profvandusen.com nachlesen. Das zeigt aber auch: daß der letzte Detektiv beim Bayerischen Rundfunk produziert wurde, hat einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Atmosphäre. Ich glaube, daß einige Verbesserungen erst von der Unterhaltungsabteilung bzw. der Hörspielabteilung vorgenommen wurden. Zunächst einmal hat Michael Koser das Konzept ja dem SFB angeboten, der es aber nicht haben wollte. Anders als etwa die RIAS-Produktion "Professor van Dusen" sind die einzelnen Folgen von Jonas in sich abgeschlossen, wenngleich man aber auch sagen muß, daß auch die Folgen mit "Professor van Dusen" durch die gleichen charakteristischen Hauptfiguren (Prof. van Dusen und sein Schlappenschamois Hatch) und das gleiche präzis ausgemalte Milieu zusammengehalten werden. Aber wie wir ja wissen, war der Amateurkriminologe aus der Vergangenheit für Michael Koser auf die Dauer zu wenig, und so entwarf er für den letzten Detektiv eine Welt, die kurz nach dem Jahr 2000 spielen sollte, und die, zur Überraschung von Michael Koser und nach allem, was wir bisher aus der Serie wissen, noch immer steht, sich aber mehr oder weniger verändert hat:

- Die Staaten Europas haben sich zu den Vereinigten Staaten von Europa (VSE) zusammengeschlossen, die ursprünglich wohl mal USE heißen sollten, außerdem ist der Konflikt zwischen Ost und West unbedeutend geworden, während aber die Unterschiede zwischen den Ländern des Nordens und des Südens deutlich größer geworden sind, womit Michael Koser mal wieder voll richtig gelegen hat, genauso wie mit der Vermutung, daß Wirtschaftsverbände und internationale Unternehmen zu Lasten der gewählten politischen Regierungen eindeutig an Bedeutung und Einfluß gewonnen haben.

- Interessanterweise hat Michael Koser anstelle der nunmehr nicht mehr zu leugnenden globalen Erwärmung der Erdatmosphäre mit einer anderen Wetterkatastrophe gerechnet, und zwar mit einer kleinen Eiszeit, die  zwischen 1995 und 2000 stattgefunden haben sollte. In diesem Zusammenhang wird auch klar, warum Jonas um das Jahr 2005 im Antarktischen Krieg war, der nach ursprünglichen Planungen jedoch bereits 1993 hätte stattfinden sollen. Daß die Niederlande in Zukunft unter Wasser liegen, wissen wir ja bereits, aber auch den US-Bundesstaat Kalifornien sollte es demnächst treffen.

- Die Vorstellungen des 21. Jahrhunderts aus Sicht der 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren vor allem davon geprägt, daß es immer weniger Arbeit für immer mehr Menschen geben wird. Auch hier haben sich die Prognosen von Michael Koser durchwegs als richtig herausgestellt. Es gibt auch neue Berufe, allerdings hat wohl noch niemand den Bundesarbeitsminister auf die Idee gebracht, Arbeitslosen-Animateure auszubilden. Wenn die Menschen immer mehr Freizeit haben, ist es klar, daß es neue Formen der Freizeitindustrie geben wird: neue Sekten etwa, beispielsweise werden die Survivalists und Lennoniten erwähnt, natürlich wird es auch mehr und vor allem neue Drogen geben, und nicht zuletzt auch neue Möglichkeiten menschlicher Beziehungen, wobei wir wahrscheinlich mit großer Erleichterung feststellen werden, daß Jonas von der Möglichkeit der kurzfristigen Geschlechtsumwandlung bisher noch nicht Gebrauch gemacht hat, und das auch in Zukunft bitte möglichst nicht tun sollte, zumal das ja eh nur für Reiche bezahlbar sein wird. Es reicht ja völlig aus, wenn Jonas mit Judith oder danach mit der einen oder anderen Frau eine zeitweilige Beziehung hat. Von sprechenden Tieren, wie sich das Michael Koser früher mal vorgestellt hat, ist dagegen anscheinend nichts geblieben, schließlich gibt es ja sowieso kaum noch welche, außer vielleicht im Zoo, oder zumindest durch die Möglichkeiten der Genmanipulation, wie etwa den roten Drachen von König Artus in Avalon.

- Wenn Jonas in der Folge Safari sagt: "Erst zu viel Schwerkraft, dann zu wenig, kenn ich, war oft genug draußen", dann klingt das heute nur noch anachronistisch. Hier hat sich Michael Koser einmal leider gründlich getäuscht. Daß um die Erde exterritoriale Großsatelliten kreisen, davon kann ja wohl keine Rede sein. Daß er andererseits aber wieder durchaus recht hat, daß im übrigen die Raumfahrt gestorben sei, das kommt uns aus den Nachrichten jedoch nun wieder sehr bekannt vor.

- Alles in allem sind also zu den alten Problemen (fortdauernde Zerstörung der Umwelt, Ernährungsprobleme, Rüstungsfragen und verbotene Waffentests usw.) neue hinzugekommen, die sich, wie Michael Koser das gemacht hat, in den einzelnen Folgen gewissermaßen isolieren und im Rahmen einer spannenden und unterhaltsamen Krimihandlung darstellen lassen. Während allerdings die Weltbevölkerung ungebremst weiter zunimmt, haben wir es in den hochindustrialisierten Ländern der Erde mit einer Bevölkerungsabnahme zu tun, die so wohl kaum einer erwartet hat und letztlich auch die Existenzberechtigung vom Zentralinstitut für Populationsforschung (ZIP) weiter in Frage stellen dürfte.

Was anscheindend von Anfang an feststand, war der Name der Hauptfigur, also Jonas, wie sich der Titelheld und Ich-Erzähler selber nennt. Ursprünglich sollte es wohl keine richtigen Namen mehr geben, nur noch Bürgernummer und dergleichen, aber glücklicherweise hat sich Michael Koser dann doch anders entschieden und sich mit der Namensgebung der meisten vorkommenden Figuren sehr viel Mühe gegeben. Nach den Planungen sollte Jonas etwa vierzig Jahre alt sein, und das könnte hinkommen, denn im Fall Testmarkt sagt Jonas zu Beginn, daß Judith ein paar Jahre jünger sei als er, nämlich um die 35. Was allerdings nicht von Anfang an feststand, war wohl der Name der Stadt, in der Jonas lebt. Ganz zu Anfang der Planungen sollte Babylon noch Rhein-Main-City heißen, und die Hauptstadt der Mitte-Ost-Region der USE sein, was anscheindend auf die zunehmende Verdichtung in diesem Gebiet zurückzuführen ist. Seien wir froh, daß der Bayerische Rundfunk da nicht mitgespielt hat, hehe... Zurück zu Jonas: Daß er ein Nostalgiker ist und sich für Sam Spade, Philip Marlowe, Lew Archer etc. interessiert und, genauso wie übrigens sein Supercomputer Sam, einiges von ihnen gelernt hat, wissen wir ja. Aber wenn Michael Koser Jonas damals als konservativ beschreibt, dann zeigt das, wie sehr sich die beiden gewandelt haben müssen, denn auch wenn Jonas nicht bedenkenlos alles neue gleich übernehmen will, das tun die Liberalen schließlich auch nicht, bleibt er vor allem dem Staat gegenüber  zu recht sehr skeptisch und dürfte als einsamer Stadt-Guerilla eher den Idealen der politisch Linken nahestehen, von den Utopien gar nicht zu reden. Daß sich Jonas zumindest einmal kurz in eine Frau umwandeln lassen sollte, davon wollen wir lieber nicht reden. Es ist ja auch zu schön: Der einsame Privatdetektiv, der allein durch die Straßen der Stadt geht und hin und wieder im Casablanca einen Whisky trinkt, auch wenn er wegen seiner Magenschleimhautentzündung eigentlich nicht darf.

Und dann wäre da auch noch Sam. Die zweite Hauptfigur. Kein Mensch, sondern ein Computer. Das macht ja gerade den Witz dieser Krimiserie aus, auch wenn Sam einem wirklich manchmal mit seinem Gerede auf die Nerven geht. Aber das gehört eben dazu. Michael Koser hat wohl von Anfang an geplant, daß es Sam zweimal gibt, als festen Kasten in Jonas Büro und als tragbare drahtlose Extension. Heute können wir uns Sam als multifunktioneles Mobiltelefon vorstellen, was wieder ein wenig anachonistisch ist, wenn Jonas in den ersten Folgen statt über Sam zu telefonieren ein rot-gelbes Telefonhäuschen sucht, das funktioniert. Aber wer weiß, vielleicht werden Handies ja verboten und man telefoniert in einigen Jahren wieder über Telefonzellen. Das ist ja das schöne an der Science-Fiction-Krimiserie: Alles ist durchaus real und könnte so passieren, es ist eben noch in der Zukunft. Zurück zu Sam: Er kann speichern, kalkulieren, beraten, informieren und kommentieren und daher natürlich auch sprechen, singen (jaja) und Rollen spielen, da Sam laut ersten Planungen ein Fan alter Filme sein und deshalb auch zunächst mal Hollywood heißen sollte. So was! Es war ursprünglich sogar mal geplant, daß er als Bogie in irgendeinem Fall "Casablanca", als Judy Garland in einem Fall namens "Wizard of Oz", und als John Wayne in irgendeiner Pferde-Oper auftreten sollte. Aus letzterer wurde wohl die Folge Wildwest gebastelt. Darüber hinaus kann sich Sam selbstverständlich auch in Datennetze einschalten. Damals nannte man es bloß noch nicht das Internet. Wir wissen, daß Jonas seinen Sam nach dem Antarktischen Krieg gekauft hat, also 2005, allerdings ist nie die Rede davon, daß dieser Computer das neueste und teuerste Modell sein soll. Denn so was kann sich Jonas gar nicht leisten.

Aus den Filmen der schwarzen Serie ist uns nur zu gut bekannt, daß die Fälle, die Jonas und Sam übernehmen, in der Regel zunächst mal ganz harmlos und privat anfangen, sich aber im Lauf des Falles nicht selten zu größeren, politischen Fällen entwickeln können. Michael Koser nennt das verlorene Fälle, "lost cases": Jonas kann sie zwar lösen, und die Bösen sind am Schluß auch meistens tot, aber ansonsten kommt irgendwie kein richtiges Happy-End-Gefühl auf, was aber in den Filmen der Schwarzen Serie durchaus üblich ist.

Wir haben also gesehen, daß sich Michael Koser sehr genau überlegt hat, wie seine neue Krimireihe sein soll. Der anhaltende Erfolg dieser Krimiserie gibt ihm Recht und kommt wohl auch daher, daß die Leute einfach Lust haben, Geschichten erzählt zu bekommen. Der letzte Detektiv ist für viele Hörer ein anderes Wort für spannende Unterhaltung. Es heißt immer, Phantasie sei so wichtig. Hier bekommen wir sie! Und dazu lernen wir was und können uns auf die Zukunft vorbereiten. Die Probleme, die uns im 21. Jahrundert erwarten, werden in einfacher Form und ohne erhobenen Zeigenfinger, in knappen, lebendigen Dialogen, witzig kommentiert und manchmal auch etwas direkt rübergebracht. Hörspiel ist wie Kino im Kopf. Nur besser.
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Die beste Krimiserie aller Zeiten!!!
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Realitätsbezug
Antwort #9
Hallo,

ich hab gerade angefangen, die ganzen alten Folgen nochmal von vorne zu hören. Ist schon witzig, wenn man im Jahr 2006 Beschreibungen von 2009 hört, die von ca. 25 Jahren entstanden sind.
Die Umwelt ist 2009 praktisch total zerstört, Bäume und wilde Tiere gibt's nur noch im Museum. Benzinautos sind verboten dafür blüht der offentliche Verkehr (Metro, Rohrpost, Rikscha, Lastensegler...). Viel zu viele Menschen, synthetisches Essen und Trinken... Unangenehme Welt. Ich hoffe, wir passen uns die nächsten 3 Jahre nicht an die Fiktion an.

Witziges Detail am Rande: In den ersten Folgen ist Sam II eine drahtlose Extension, später ist ein schlicht und einfach ein Taschencomputer (war das in der Zeit der ersten "Palmtops"???

Auch wenn die Nostalgie mich ab und zu zum schmunzeln bringt, ich finde die Serie - soweit ich sie bisher kenne - genial!

Marvin
Ein Gehirn von der Größe eines Planeten...und überhaupt möchte ich darauf hinweisen, dass ich sehr deprimiert bin!

  • Ames
  • [*][*][*][*][*]
Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #10
Ich glaub, hier geht es um Jonas, oder? Sollte vielleicht erwähnt werden. ;)

cu.
     Remember, remember, the 2nd of November.

Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #11
Entschuldige, ich konnte dir nicht gleich antworten. Wahrscheinlich bist du jetzt sowieso gerade dabei, die nächsten Folgen zu hören. Jeder, der den letzten Detektiv kennt, wird deine Begeisterung verstehen. Allein schon die Idee, eine Science-Fiction-Krimiserie zu machen, also sowohl Krimi als auch Science-Fiction, ist genial, dürfte aber dem serienerprobten Michael Koser, der seit 1978 an der Reihe Professor van Dusen gebastelt hat, nicht schwer gefallen sein. Da liegt sowas schon nahe. Was aber noch besser ist (neben vielem anderen) ist aber, daß es keine irrwitzige Science-Fiction geworden ist, also mit ekligen grünen Marsmännchen, die die Erde mit ihren Ufos und Todesstrahlen vernichten, sondern alles verdammt wirklichkeitsnah ist. Was nicht zuletzt daran liegt, daß es sich ein wenig auch an der schwarzen Serie der 40er und 50 Jahre orientiert, wo also ein einsamer Privatdetektiv allein durch die (nächtlichen regennassen) Straßen der Stadt geht, umgeben von einer Welt, in der nichts mehr so ist, wie es früher mal war, und gegen den Rest der Welt kämpfen muß, weil er nicht mal mehr seinen Klienten trauen kann, der Regierung und leider auch manchen Großkonzernen sowieso nicht. Also kann man sagen: Alles schon mal dagewesen. (In die Antike und ihre Literatur will ich mich jetzt gar nicht vorwagen). Und man muß hinzufügen: Leider. Denn all die Science Fiction (von Ray Bradbury bis heute) hat leider kaum was daran ändern können: Das, wovor uns diese Autoren damals gewarnt haben, das ist mehr oder weniger heute Wirklichkeit. Lies dir doch mal von Ray Bradbury Fahrenheit 451 durch. Der hat das Buch in den 50er Jahren geschrieben, als noch keiner zuhause vor riesigen Fernsehwänden saß. In seinen Buch aber ist genau das der Fall. Und so merken die Leute gar nicht mehr, was draußen alles passiert. In dem Buch von Ray Bradbury führt die Regierung nämlich gerade Krieg. Und auch das mit den Büchern, die von der Feuerwehr verbrannt werden, das kam nicht etwa von oben, von der Regierung, wie Ray Bradbury schreibt, sondern es war so, daß es den Leuten nicht länger gefiel, daß der Nachbar Bücher liest und dadurch (womöglich) intelligenter wurde als man selbst.

Aber der BR startet im September eine Reihe mit Science-Fiction-Hörspielen, da kannst du noch mehr Science-Fiction-Hörsppiele hören.

PS: Ames hat recht, wie immer. Wenn du willst, kann ich es ins Thema "Jonas  (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt" verschieben.

;)
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Die beste Krimiserie aller Zeiten!!!
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Antw.: Jonas (Der letzte Detektiv) - Zukunftswelt: Babylon im 21.Jh
Antwort #12
Der letzte Detektiv

Er heißt Jonas. Nur Jonas. Er lebt im frühen 21. Jahrhundert in
Babylon, der Supermetropole der Vereinigten Staaten von Europa. Er
hat einen Beruf, den es eigentlich nicht mehr gibt. Er ist Privatdetektiv.
Er pflegt die Eigenschaften seiner klassischen Vorbilder:
Ehrenhaftigkeit. Sturheit. Unverschämtheit. Witz. Ein bißchen
Sentimentalität. Seine Fälle sind hart. Und wirklich. Es geht um kleine
Leute und große Interessen.

Dann ist da noch Sam. Jonas' Taschencomputer. Unentbehrliche Hilfe
und unausstehliche Plage. Sam spricht. Er redet und labert und
schnattert und bewegt sich quer durch alle Sprachprogramme.
Außerdem ist er ein Chaos-Pilot im Datennetz. Ein Geisterfahrer auf
der digitalen Autobahn.

Das ist "Der letzte Detektiv" - Michael Kosers SciFi-Krimiserie. Die
erfolgreichste Hörspielserie der Unterhaltungsabteilung nach der
"Dickie Dick Dickens" - Serie der 50er-Jahre. Seit 1984 im Krimi-
Programm in Bayern2Radio.

Der geistige Vater: Michael Koser
Der Autor und seine Ideen

Ich bin oft gefragt worden, welche Grundidee hinter
meiner Reihe "Der letzte Detektiv" steckt. Das ist
sehr schwer zu beantworten (und deshalb tue ich's
auch nicht). Aber es gibt für mich so eine Art Motto,
das über der ganzen Reihe steht. Korrektur: zwei
Mottos (oder heißt es Motti?).

1. "I've seen the future, brother - it is murder!" sang
Leonard Cohen 1992.

2. Sagte Bob Dylan 2001 in einem "Spiegel"-Interview: "Wir leben in
einer Welt, in der Science Fiction längst Realität geworden ist. Sie
wird beherrscht von Disney. Überall künstliche Shopping-Paradiese
und Themenparks."

Wer ist besser geeignet etwas zu Michael Koser zu sagen, als seine
"Kinder". Wir haben ein Gespräch zwischen Jonas und Sam
mitverfolgt, in dem sich die beiden zu ihrem geistigen Vater äußern.

Jonas: Ein Auftrag, Sammy. "Michael Koser". Sagt uns das was?
Sam, ich warte!
Sam: Moment, Chef. Alter Computer ist doch kein D-Zug, - PIEP
"Koser, Michael. Autor." PIEP
Jonas: Ein Schreiberling?
Sam: PIEP "Für das Radio. Spezialist für Krimi-Reihen. Professor van
Dusen', 1978 bis 1999,77 Folgen, Ab 1984 Der letzte Detektiv" PI...
Jonas: Stopp, Sammy! Der letzte Detektiv bin ich! Jonas. Nur Jonas.
Sam: Woraus folgt, messerscharf und aschklar, daß es sich bei
besagtem Koser um den Papa meines innigst geliebten Jonas
handelt, n'est-ce pas?
Jonas: Mein Vater?
Sam: Strikt im geistigen Sinne. PIEP "Nachdem sein erstes
Reihenkind, Professor van Dusen mit Namen, sich als Erfolg erwiesen
hatte, entschloß sich sein Schöpfer, mit der Gegenwart auf Kriegsfuß
stehend, dem Amateur-Kriminologen aus der Vergangenheit den
letzten Detektiv der Zukunft zuzugesellen. Und so kam zur Welt
Jonas..." PIEP
Jonas: ...und Sam. Redender Computer. Assistent und Nervensäge.
Sam: O0000h! Das tut weh!
Jonas: Mein Vater! Ich kann's nicht fassen! Ist er mir ähnlich, dieser
Koser? Ruhig? Ein bißchen melancholisch? Ironisch?
Sam: Könnte man sagen.
Jonas: Sportlich? Ein Mann der Tat?
Sam: Eher weniger. Ein Bücherwurm. Ein Stubenhocker. Er wohnt
nicht in Babylon, sondern in Babels-.., PIEP "Verzeihung" PIEP ...in
Wilhelmshaven, wo wenig passiert. Er erlebt nicht selbst, er läßt
erleben. Jonas und Sam zum Beispiel. Durch 40 bunte Abenteuer hat
er uns bisher gescheucht. Und damit ist es beileibe noch nicht
abgemacht.
Jonas: Von mir aus. Jonas ist bereit.
Sam: Sammy dito. - PIEP "Anmerkung: Michael Koser ist auch ein
Prophet! Hat er doch schon 1984 den EURO als europäisches
Zahlungsmittel ersonnen!" PIEP. Das war zu einer Zeit, als noch kein
Schwein und kein Finanzminister auch nur im Traum an so was
dachte! Ob er auch mit seinen anderen, manchmal recht düsteren
Zukunftsvorstellungen richtig liegt, wird sich zeigen.
Jonas: Bald.
Sam: Kann sich nur noch um ein paar Jahre handeln...

Die Sprecher der beiden Hauptfiguren
Wer leiht Sam und Jonas seine Stimme?

Jonas: Bodo Primus spielt die Rolle des
Detektivs seit der ersten Folge weg.

Sam: Seit der 5. Folge ist Peer Augustinski
für die Stimme des Computers Sam
verantwortlich. Zuvor wurde Sam von
Joachim Wiechmann gesprochen.

Wir haben die Figuren Jonas und Sam mit der Tatsache konfrontiert,
daß sie erst durch die Sprecher zum Leben erweckt werden. Aber
lesen Sie selbst, wie die beiden darüber denken, und was Sam und
Jonas über ihre Lebensspender wissen.

Sam: "Sozusagen: Der letzte Detektiv auf der Suche nach der
Sprachkultur im Kontinuum der Automedien, zur Zeit hart den
kriminellen Erstsilbenbetonern auf den Fersen. Den Konsens- und
Radikal- und ldealsprachbetonern und Banausen. Und all denen, die
die Schwingungen ihrer Stimmbänder für Sprechen halten."
Jonas: Versteh ich nicht. Jonas ist kein Intellektueller. Klingt aber
irgendwie bedeutsam. Wer hat das gesagt, Sammy?
Sam: Primus. Bodo Primus.
Jonas: Aha. Und wer ist Bodo Primus?
Sam: Ach, du mein armer, lieber Jonas. Null Ahnung von nix, wie
immer. So kenn ich ihn, so hab ich ihn gern. Bodo Primus - der bist
du!
Jonas: Waas?
Sam: Präziser: Derjenige, welcher meinem Herrn und Meister, der da
genannt wird "Der letzte Detektiv", durch seine stimmlichen und
schauspielerischen Talente Leben verleiht. Denn zunächst einmal,
nicht wahr, ist Jonas eine Figur auf dem Papier, ein Papier-Jonas
sozusagen. Dafür, daß Jonas lebt, spricht, sich bewegt, agiert - dafür
sorgt in erster Linie Bodo Primus. Und das macht er wunderbar.
Jonas: Glaub ich dir aufs Wort, Sammy. - Ich frag noch mal: Wer ist
Bodo Primus? Wenn er nicht Jonas ist, mein ich. Fakten, Sammy.
Daten. Kurzer Lebenslauf.
Sam: Bitte sehr, bitte gleich. Geboren 1938. In den 60er-Jahren vor
allem am Theater. Köln, Düsseldorf, anderswo. Seit 1962 auch im
Radio. Seit 1970 frei bei verschiedenen Hörfunk- und TV-Sendern im
deutschsprachigen Raum. So. Und jetzt - einen Tusch, Herr
Kapellmeister. Peer Augustinski. Ja, willst du denn nicht fragen, wer
das ist?
Jonas: Nicht nötig, Sammy. Peer Augustinski ist dein Bodo Primus.
Wie Bodo Primus mein Peer Augustinski ist. Sams Sprecher. Spieler.
Lebensspender. Verkörperer.
Sam: Zweites Ich.
Jonas: Hast du überhaupt ein erstes, Sammy? Du bist schließlich ein
Computer.
Sam: Na und? Ich hab vielleicht mehr Ich als du!
Jonas: Glaubst du? - Peer Augustinski , Sammy. Daten. Fakten.
Sam: Kurzer Lebenslauf. Okay, okay. Geboren 1940. Musikstudium.
Schauspielschule. Seit 1964 am Theater. Seit 1975 im Fernsehen.
Stichwort "Klimbim" - eins von vielen. Außerdem Synchronsprecher.
Und - last, but ganz und gar nicht im mindesten least - Sam. Sam der
Große. Der Einmalige.
Jonas: Weißt du was Sammy? Die Sprecher, die Jonas und Sam
verkörpern, müssen was ganz Besonderes sein. Große Könner. Tolle
Typen.
Sam: Da sprichst du ein wahres Wort gelassen aus, mein Alter.

Die Figur Jonas
Er lebt im 21. Jahrhundert. In einer Zeit der vorgegebenen Systeme
und festen Rahmen. Aber er paßt in kein System. Er fällt aus dem
Rahmen.

Er ist Nostalgiker. Er blickt zurück. Ins 20. Jahrhundert. Er hat einen
Beruf den es eigentlich nicht mehr gibt. Er ist Privatdetektiv. Er pflegt
die Eigenschaften seiner klassischen Vorbilder. Ehrenhaftigkeit.
Sturheit. Unverschämtheit. Witz. Ein bißchen Sentimentalität.

"Ich bin Jonas, nur Jonas"
Jonas über sich, seine Vorbilder, seine
Aufträge.

Aber er ist mehr als ein Anachronismus. Seine Fälle sind Fälle des 21.
Jahrhunderts. Zwischen kleinen Leuten und großen Interessen.
Zwischen Illusion und Realität. Und auch die Realität ist oft genug
falsch - Simulation, Manipulation. Jonas schlägt sich durch. Nicht
bravourös, selten erfolgreich. Aber so anständig wie möglich.

Steckbrief: Jonas, der letzte Detektiv
Nicht mehr jung. Um die 40. Groß, aber kein Riese.
Gutaussehend, aber kein Schönling.
Durchtrainiert, aber kein Bodybuilder.
Ansonsten eher unauffällig.
Oft melancholisch.
Lacht selten.
Kleidung: Trenchcoat
Waffen: Smith & Wesson. Laserstrahler.
Neurofreezer.

Seine Beziehungen
Viele - am Anfang gab es eine Dauerbeziehung: Judith Delgado.
Schön. Dunkel. Etwas jünger als Jonas. Hohes Tier bei der
Sicherheitsverwaltung. Er benutzt sie als Informationsquelle. Sie
benutzt ihn zur Förderung ihrer Karriere. Dennoch große Liebe. Als
Judith umgebracht wird nimmt Jonas Rache! Dann gabs da noch
Neon. Afroamerikanerin. Journalistin. Begleitet Jonas in Afrika. Und
Nofretete. Ägyptische Agentin. Mysteriös.

"Valerie, kurz Val"
Und dann gab es noch Valerie. Jonas bezieht Stellung zu
seiner Beziehung zu ihr.

Seine Gegner
Immer wieder neu. Großer Verschleiß ...
Frau Professor Caligari: Leiterin von ZIP. Zentral-Institut für
Populationsforschung. Tritt in mehreren Fällen auf. Alt. Kalt.
Professionell. Hat die Aufgabe, die Überbevölkerung zu reduzieren.
Mit allen Mitteln.
Generalissimus Stalin: Der Nomaden-Häuptling residiert in einem
alten T-54, den sein Stamm durchs Niemandsland schleppt.
Ines Lamour: Die schöne und gefährliche Nervenärztin und Memory-
Klauerin.
Artur Artus: Chef von Camelot Fashions und Mittelalter-Freak. Zieht
sich so an, hat sich so eingerichtet.

Der Computer des letzten Detektivs
Er ist zweiteilig: Ein fester Speicher im Büro und als ständiger
Begleiter ein Taschengerät. Und er fällt, wie sein Herr, aus dem
Rahmen.

Steckbrief: Der Computer Sam
Der Computer des letzten Detektivs. Ein
Taschengerät, etwa so groß wie ein Handy. Sieht
auch so aus. Jedenfalls wenn er abgeschaltet ist.

Angeschaltet fährt Sam aus, was so gebraucht
wird: Augen, Mund, Ohren, Arme, Hände, Beine,
Rollen, Kompaß, Teleskop, Sirene, Kneifzange
und vieles mehr.

In voller Aktion sieht Sam aus wie eine Hightec-
Puppe.

Sam kann mehr als reden. Vor allem kann er denken. Vor, zurück und
um die Ecke. Und Ratschläge geben. Ein unentbehrlicher Helfer in
kniffligen Situationen.

"Sam ist mehr als ein Witzbold"
Jonas beschreibt Sam, seinen Computer und unschätzbare
Hilfe in allen Situationen.

Meist ist Sam eher enervierend. Arrogant. Streitsüchtig.
Rechthaberisch. Von seiner geistigen Überlegenheit fest überzeugt
und abfällig, was menschliche Intelligenz betrifft. Ungeduldig. Nur zu
gern bereit, seinem Herrn über den Mund zu fahren. Still wird er nur,
wenn er sich tödlich beleidigt fühlt. Oder wenn Jonas droht, ihn
verschrotten zu lassen. Was er nie tun würde. Jonas und Sam, Akteur
und Denkmaschine, haben dafür ein zu enges, ein fast symbiotisches
Verhältnis.

"Besser klaren Kopf bewahren"
Ein Dialog zwischen Jonas und Sam gibt Aufschluß über
deren inniges Verhältnis.

Die Welt des letzten Detektivs

Jonas lebt irgendwann im 21.
Jahrhundert. Sein Büro-Apartment
(22 qm) liegt mitten in Babylon.
Babylon liegt mitten in Europa.
Babylon ist mehr als eine Stadt,
mehr als eine Metropole. Babylon
ist eine urbane Ballung. Ein
unübersehbares Konglomerat.
Eine fast apokalyptische
Wucherung.

Über endlosen Vorstädten, mehr oder weniger heruntergekommenen
Wohnvierteln, über Slums, Trümmerlandschaften und den
abgeschotteten Siedlungen der Reichen und Mächtigen, über
Geschäftsstraßen, Verwaltungszentren und den Wolkenkratzern der
Wirtschaft, über Illusions-Parks, über Lokalen wie dem "Armen
Schlucker" und dem "Casablanca" - Jonas Stammkneipe - wölbt sich
ein Klima-Dom, und der ist fast immer kaputt.

"Um uns, unter uns - Babylon"
Der Erzähler beschreibt die düstere Atmosphäre Europas
im 21. Jahrhundert.

"Die ehemaligen Servicesysteme unter dem Reservat"
Der Erzähler beschreibt die Entstehung der Unterwelt und
geht auf deren Bewohner ein.

Unter Babylon liegen industrielle Produktionsstätten, ausgedehnte
Schutzbunker-Systeme aus dem vorigen Jahrhundert und, noch tiefer,
gigantische Kloaken mit Recycling-Anlagen und Biogas-Generatoren.

Babylons Regierungsform
In Babylon leben viele Millionen
Menschen - zu viele Menschen,
für die es zu wenig Arbeit gibt.
Jeder kriegt die Volksrente, keiner
muß hungern. Aber der soziale
Nutzenstatus, der unter anderem
die Größe des Wohnraums
festlegt, bemißt sich nach Art und
Entlohnung der geleisteten
Tätigkeit. Ein Privatdetektiv hat
nur einen geringen Nutzenstatus.

Babylon wird regiert und reguliert von einer großen, aber nicht allzu
effizienten Bürokratie. Ihre Organe, in erster Linie die zahlreichen
Gliederungen der Polizei, konkurrieren mit den privaten Truppen von
Industrie und Wirtschaft - und mit der "Korporation", dem organisierten
Verbrechen.

"Die Korporation, früher mal Mafia"
Der Erzähler beschreibt die Entstehung der
Nachfolgeorganisation der Mafia: "Die Korporation".

Die Landschaft rund um Babylon
Außerhalb von Babylon liegt die Wildnis - ausgelaugt, unregierbar,
unreguliert, ohne Gesetz. Jenseits der Wildnis existieren kleinere
Städte, babylonische Ableger wie Babelshaven am völlig verseuchten
Nordmeer.

Die Mehrzahl seiner Fälle löst Jonas in und um Babylon. Ab und zu
muß er reisen: nach Afrika - ins Niemandsland an der Grenze zur
dritten Welt - nach Costuguana in Lateinamerika, Nachschub-Basis für
Kokain und Ersatzorganen - in die chaotischen Nahoststaaten
Merdistan und Kusbekistan.

Die Welt des letzten Detektivs ist unserer Welt in vielem ähnlich - und
in vielem anders als sie. Größer. Technischer. Elektronischer.
Komplizierter. Atmosphärisch grauer. Heruntergekommener. Vielleicht
ist die Welt des letzten Detektivs die letzte Welt.

(Dieser Text war ursprünglich von einer BR-Internetseite, die gelöscht wurde, als die damalige Abteilung Unterhaltung Wort unter der langjährigen Leitung von Erwin Weigel Ende 2002 mit voller Absicht vom Bayerischen Rundfunk kaputtgemacht wurde, seitdem gibt es nur noch die unter dem selbstgewählten und bewußt irreführenden Tarnnamen Hörspiel-und Medienkunst auftretende Hörspielabteilung, die das Geld aber lieber anders bzw. intern verteilt und überhaupt kein Interesse an Michael Koser oder überhaupt Science-Fiction- oder Kriminalhörspielen hat).
  • Zuletzt geändert: 21.05.2017 16:54:00 von Euroblues
[size=24]Jonas (Der letzte Detektiv) -
Die beste Krimiserie aller Zeiten!!!
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