Das Bildnis des Dorian Gray
(Dorian Gray)
Drama, Großbritannien 2009
Laufzeit: 112 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Dt. Start: 15. April 2010Drehbuch:Toby Finlay
Regie:Oliver Parker
Darsteller:Ben Barnes (Dorian Gray)
Colin Firth (Lord Henry Wotton)
Ben Chaplin (Basil Hallward)
Rachel Hurd-Wood (Sybil Vane)
Rebecca Hall (Emily Wotton)
Inhalt:Als der junge, naive Dorian Gray Ende des 19. Jahrhunderts London erreicht, trifft er auf den talentierten Künstler Basil Hallward. Da Hallward von der Schönheit und der Unbedarftheit Dorian völlig fasziniert ist, entscheidet er sich, ihn zu portraitieren. Während der viel Stunden, in denen Dorian dem Maler Modell sitzt, lernt er ebenfalls Basils charismatischen Freund Henry Wotton kennen, der Dorian einige Einblicke in seine extravagente Sicht der Dinge gibt. Überzeugt davon, dass seine Jugend und Schönheit der Schlüssel für alles ist, lässt sich Dorian zu dem Wunsch hinreißen, dass er doch für immer jung und attraktiv bleibe und dafür das Gemälde Träger seines Älterwerdens und seiner Sünden würde. Als Dorian feststellt, dass ihm dieser Wunsch tatsächlich gewährt wurde, lässt er seinem moralischen Verfall freien Lauf.
Kritik:Diese Neuverfilmung des Oscar-Wilde-Klassikers hält sich stellenweise nur rudimentär an die Romanvorlage. Während bei Wilde die Taten, die zu Dorian Verfall führen, und der homoerotische Subtext nur angedeutet werden (wenn auch sehr deutlich), so gehen Finlay und Parker teilweise sehr explizit ins Detail, was die 16er-Freigabe schon allein deshalb rechtfertigt. Außerdem scheint Brünett das neue Blond. Nachdem Dorian Gray bereits in "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" vom dunkelhaarigen Stuart Townsend dargestellt wurde, wird er nun von Ben Barnes dargestellt. Doch das ist auch gleichzeitig ein kleines Manko des Films. Mag Barnes aufgrund seiner Attraktivität rein äußerlich eine gute Wahl für die Rolle sein, so reicht es oftmals auch nicht darüber hinaus. Wirklich überzeugend spielt Barnes leider nur selten. Dafür sind die Nebenrollen mit Oscar- und Golden Globe-nominerten wie Colin Firth oder Rebecca Hall hochkarätig besetzt.
Für Wilde-Fans mag der Film sich zwar etwas zu weit vom Original entfernen. Alle andere dürfen sich bei dem düster gehaltenen Goth-Horror auf gepflegte Unterhaltung freuen.
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