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Das Bildnis des Dorian Gray
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Autor Thema: Das Bildnis des Dorian Gray  (Gelesen 120 mal)
Shalimar_Fox
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September 10th

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« am: 14.04.2010 22:26:12 »

Das Bildnis des Dorian Gray
(Dorian Gray)




Drama, Großbritannien 2009
Laufzeit: 112 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Dt. Start: 15. April 2010


Drehbuch:
Toby Finlay

Regie:
Oliver Parker

Darsteller:
Ben Barnes (Dorian Gray)
Colin Firth (Lord Henry Wotton)
Ben Chaplin (Basil Hallward)
Rachel Hurd-Wood (Sybil Vane)
Rebecca Hall (Emily Wotton)

Inhalt:
Als der junge, naive Dorian Gray Ende des 19. Jahrhunderts London erreicht, trifft er auf den talentierten Künstler Basil Hallward. Da Hallward von der Schönheit und der Unbedarftheit Dorian völlig fasziniert ist, entscheidet er sich, ihn zu portraitieren. Während der viel Stunden, in denen Dorian dem Maler Modell sitzt, lernt er ebenfalls Basils charismatischen Freund Henry Wotton kennen, der Dorian einige Einblicke in seine extravagente Sicht der Dinge gibt. Überzeugt davon, dass seine Jugend und Schönheit der Schlüssel für alles ist, lässt sich Dorian zu dem Wunsch hinreißen, dass er doch für immer jung und attraktiv bleibe und dafür das Gemälde Träger seines Älterwerdens und seiner Sünden würde. Als Dorian feststellt, dass ihm dieser Wunsch tatsächlich gewährt wurde, lässt er seinem moralischen Verfall freien Lauf.

Kritik:
Diese Neuverfilmung des Oscar-Wilde-Klassikers hält sich stellenweise nur rudimentär an die Romanvorlage. Während bei Wilde die Taten, die zu Dorian Verfall führen, und der homoerotische Subtext nur angedeutet werden (wenn auch sehr deutlich), so gehen Finlay und Parker teilweise sehr explizit ins Detail, was die 16er-Freigabe schon allein deshalb rechtfertigt. Außerdem scheint Brünett das neue Blond. Nachdem Dorian Gray bereits in "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" vom dunkelhaarigen Stuart Townsend dargestellt wurde, wird er nun von Ben Barnes dargestellt. Doch das ist auch gleichzeitig ein kleines Manko des Films. Mag Barnes aufgrund seiner Attraktivität rein äußerlich eine gute Wahl für die Rolle sein, so reicht es oftmals auch nicht darüber hinaus. Wirklich überzeugend spielt Barnes leider nur selten. Dafür sind die Nebenrollen mit Oscar- und Golden Globe-nominerten wie Colin Firth oder Rebecca Hall hochkarätig besetzt.
Für Wilde-Fans mag der Film sich zwar etwas zu weit vom Original entfernen. Alle andere dürfen sich bei dem düster gehaltenen Goth-Horror auf gepflegte Unterhaltung freuen.

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Dorian Gray im Forum
« Letzte Änderung: 06.05.2010 11:56:43 von Shalimar_Fox »

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« Antwort #1 am: 20.04.2010 20:38:45 »

Letzten Freitag habe ich mir Das Bildnis des Dorian Gray angesehen. Hmmm, wie soll ich das alles jetzt in Worte fassen? Ich bin mit hohen Erwartungen rein und kam leicht enttäuscht raus. Die Geschichte von Oscar Wilde war für die viktorianische Zeit einer der besten Romane überhaupt. Klasse fand ich natürlich auch, dass der Film nicht als Gegenwarts-Story aufgetischt wurde. Umso authentischer wirkte es.

Colin Firth war meiner Meinung der Beste überhaupt. Als Zuschauer konnte man ihn sehr gut nachvollziehen. Sich wie in einem Käfig zu fühlen nur um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden, kennt der Ein oder Andere bestimmt. Und genau das konnte Colin in seiner Darstellung wunderbar präsentieren.

Ben Barnes kriegt von mir ein "Na ja". Ich finde ihn als Dorian Gray irgendwie, wie soll ich sagen ... Lachhaft passt wohl am Besten! Die Veränderung seines Charakters kann man gar nicht nachempfinden. In einigen Szenen versucht er zwar seine veruchte Seele dem Zuschauer zu zeigen aber glaubhaft wirkt es absolut nicht. Mit einem anderen Darsteller wären die Macher besser bedient.

Zum Film kann ich folgendes sagen:

Man wird sofort ins viktorianische London entführt indem Dorian Gray sein Erbe antritt. Basil der Künstler entwickelt eine obszessive Bindung zu Dorian, was natürlich dazu führt ein spektakuläres Porträt von ihm zu malen. Auf Grund seines Reichtums wird er in die Oberschicht der Gesellschaft eingeführt. So macht der junge Dorian die Bekanntschaft mit Lord Wotton. Er trichert ihm natürlich ein wie ätzend die komplette Gesellschaft ist und zeigt ihm die unterschiedlichen Schichten Londons. Als natürlich Basil, Dorian und Lord Wotton vor dem Porträt stehen und Dorian von seiner eigenen Schönheit begeistert ist, nimmt das ganze Übel seinen Lauf.

Und genau an dieser Stelle kann ich meine Meinung anknüpfen. Der Film wirkt wirklich an manchen Szenen übel. Übel in dem Sinne - Einfallslos!!!

(Klicken zum Darstellen und Verstecken)

Aus diesem Grund kann ich die Verfilmung weder ganz lieben noch hassen. Ich verdaue es noch ... Trotzdem wünsche ich allen viel Spaß  smile

"Die Kirche will das Du gehorchst: Niederknien, aufstehen, niederknien, aufstehen. Wenn dir das gefällt, weiß ich nicht wie ich dir helfen kann. Ein Mann geht immer seinen eigenen Weg. Niemand schenkt dir was...Du must es dir nehmen! Non serviean!"
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