Das war doch wieder eine Folge nach meinem Geschmack! Ach, war das schön! Einfach zurücklehnen und genießen hieß es da.
Fall 1: Janelle Rowe wird erschossen aufgefunden, ihre kleine Tochter liegt mit einer schweren Schädelverletzung neben ihr, lebt aber noch, als die Rettungssanitäter eintreffen. Dementsprechend ... sauber finden dann Grissom und Greg den Tatort vor.
Schnell ist ein Verdächtiger ausgemacht - ausgerechnet der Ehemann, der zudem Schmauchspuren an den Händen und eine Waffe inklusive Waffenschein besitzt. Zudem ist er, wie Brass herausfindet, nicht der, für den er sich ausgibt. Rowe hat vor einigen Jahren seinen Namen ändern lassen, nachdem er für einige Zeit unter Mordverdacht stand.
Rowe erhält seit kurzem Drohmails, die er Brass zeigt. Die Nachforschungen ergeben, daß diese Mails von einem Account gekommen sind, der der Tochter des damaligen Mordopfers gehört. Doch die beteuert ihre Unschuld und kann auch beweisen, daß die Mails nicht von ihrem Laptop aus abgeschickt wurden. Doch dabei vergißt sie, daß sie ihren alten Rechner ihrem Bruder gegeben hat, der seit dem Verschwinden des Vaters in psychiatrischer Behandlung ist ...
Fall 2: Ein typischer Autounfall bei überhöhter Geschwindigkeit - so scheint es zunächst. Doch Nick machen einige verräterische Spuren stutzig, die er nicht zuordnen kann: Holzsplitter und kleine Betonbrocken. Dazu kommt noch eine rätselhafte Schulterfraktur beim Beifahrer, die sich auch Doc Robbins nicht erklären kann.
Als er darüber zusammen mit Hodges nachdenkt (die beiden sind echt ein Dreamteam

), kommt ihm ein Gedanke: Briefkasten-Baseball. Um das ganze zu beweisen macht er gemeinsam mit Hodges einen Selbstversuch in der Garage (göttlich hier wieder Catherine, die den beiden auf die Schliche kommt!). Doch letztendlich fehlen einige Spuren. Und um die will Nick sich vor Ort kümmern ...
Und dann war da noch Grissom, der Teile seines persönlichen Alptraums mit der Modelmörderin Natalie Davis gedanklich nacherlebt. Natalie ist mittlerweile verurteilt, befindet sich aber in einer psychiatrischen Einrichtung. Der Richter befindet nun auf Wunsch der Staatsanwaltschaft darüber, ob sie ihre Strafe antreten kann. Grissom wird gebeten, ebenfalls auzusagen, was er aber nur widerwillig tut. Natalie wird für schuldfähig befunden und soll ins nächste Frauengefängnis verlegt werden. Und da findet Grissom etwas in ihrem Zimmer ...
Alle drei Handlungsstränge waren gut und flüssig erzählt. Gerade der erste war vielleicht ein wenig dünn, wobei das Ende den deutlichen Knalleffekt brachte, damit der Zuschauer auch ja wach ist, wenn Grissom seine Entdeckung in Nataliess Zimmer macht. Nicks Fall kam vielleicht eine Prise zu kurz, bot dafür aber einen hohen Schmunzelfaktor. Gott, allein wie Nick und Hodges begannen, von ihren Streichen als Teenager zu erzählen ... super! Kein Wunder, daß Catherine sich wohl fühlte wie in einem Kindergarten.
Toll gemacht war auch Grissoms geschocktes Gesicht am Ende, als er eben die Figur unter den Bodenfließen findet. Vorher brodelte es schon immer wieder hoch (die Einspielungen als Flashbacks waren wirklich gut), und am Ende fühlt er sich bestätigt. Jetzt wird es interessant, ob die Figur wirklich Natalie war. Ihre letzten kryptischen Äußerungen hätte man auch durchaus als Drohung verstehen können.
Das hohe Potenzial der Staffel wird bisher konsequent weiter fortgesetzt. Dramatik, Humor und Crime, gewürzt mit Wissenschaft - CSI hat zu seinen Wurzeln zurückgefunden, hurra!